Studie: Schlechte Noten für Führungskräfte

Studie: Schlechte Noten für Führungskräfte

Deutsche Führungskräfte werden von ihren Mitarbeitern äußerst schlecht bewertet. Gemäß einer internationalen Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson erhalten deutsche Chefs zudem deutlich schlechtere Noten als ihre Kollegen im Ausland. In der „Kostenkontrolle“ wurden sie zwar überwiegend gut bewertet, aber ausgerechnet in der Schlüsselqualifikation „Mitarbeiterführung“ erhielten sie die Note mangelhaft.

Vermittlung von Visionen? Fehlanzeige!

„Deutschen Managern fällt es schwerer, ihre Mitarbeiter zu inspirieren“, sagt Personalexpertin Heike Ballhausen von Willis Towers Watson. Vor allem wenn es um das Vermitteln von Visionen geht, hinken deutsche Führungskräfte anscheinend hinterher. Global attestieren sechs von zehn befragten Mitarbeitern ihren Vorgesetzten, sie zu fördern. In Deutschland bestätigen dies weniger als die Hälfte der Befragten.

Soft Skills werden vernachlässigt

Was diese Ergebnisse noch dramatischer macht: Die Mitarbeiter in Deutschland hegen im internationalen Vergleich den weitaus größten Wunsch nach Eigenständigkeit und Eigenverantwortung – haben es aber mit Führungskräften zu tun, die darauf kaum eingehen. Personalexperte Helmuth Uder von Willis Towers Watson sieht den Grund für diese schlechten Ergebnisse in einer Beförderungspolitik, die zu viel auf die fachliche und zu wenig auf die menschliche Kompetenz wert legt: „Gerade die weichen Faktoren, die sogenannten Soft Skills, werden von deutschen Managern häufig vernachlässigt“, sagt Uder.

Lesen Sie doch dazu auch meinen Blog-Artikel Führungsqualität Empathie!

Ihre Gudrun Happich

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