Der Leistungsträger - Blog

Als Top Manager ein Unternehmen nach vorne bringen. Die Unternehmenskultur verbessern. Veränderungen zum Gelingen bringen. Viel Einfluss haben. An der Unternehmensspitze sowohl die eigenen Werte als auch die Politik miteinander verbinden? Als Mensch professionell handeln – ohne sich zu verbiegen. Geht das überhaupt? Lesen Sie, worauf Sie achten können, damit all das für Sie nicht nur gelingt, sondern auch noch Spaß macht.

  1. Das Top Manager Gehalt
  2. Wissen, was auf Sie zukommt: Top Manager – wollen Sie sich das wirklich antun?
  3. „Brückenbauer“ – ein Weg um Top Manager zu werden
  4. Wichtig für Top Manager – Strategien, Beziehungen und Politik
  5. Die 7 fatalsten Fehler im Top Management
  6. Top Manager Spiele
  7. Top Management Coaching

Im Artikel „7 Strategien für den Weg ins Top Management“ lesen Sie, wie Sie ins Top Management aufsteigen.

Das Top Manager Gehalt

Als Top Manager zählen Sie sicherlich zu den Spitzenverdienern. In Deutschland gibt es ca. 1 Mio. Geschäftsführer, wobei unbekannt ist, wie groß die Unternehmen sind. Zum Top Management (mindestens die ersten 1 -2 Ebenen im Unternehmen) zählen also noch mal deutlich mehr Menschen.

Ein GmbH Chef verdient im Durchschnitt ein Gehalt von 150 TSD Euro. In der Industrie sind es eher knapp 240 TSD Euro, im Handwerk ca. 145 TSD Euro. Insgesamt gilt die Faustformel, dass das Gehalt mit der Größe des Unternehmens steigt. Aber Achtung: Ausnahmen bestätigen die Regel. Und auch die Branche und die Region haben großen Einfluss auf das Gehalt.

Das durchschnittliche Gehalt der Chefs der deutschen DAX Unternehmen lag bei 7,4 Millionen Euro, SAP-Chef Bill McDermott hat es sogar auf 21,15 Millionen Euro geschafft.

Das Gehalt setzt sich i.d.R. aus diversen Komponenten zusammen: Neben dem fixen Teil, sozusagen dem Basisgehalt, kommt meistens noch ein variabler Teil hinzu, der sich an den Gewinnen orientiert und oftmals auch noch ein Aktienpaket oder eine Unternehmensbeteiligung.

Auch gibt es noch andere Elemente, wie z.B. dem beliebten Firmenwagen, oder auch einer betrieblichen Altersversorgung, einer Mitarbeiterbeteiligung, vermögenswirksamen Leistungen, etc.

Meiner Erfahrung nach, lohnt es sich hier sehr genau hinzuschauen und zu vergleichen. Schauen Sie sich immer das Gesamtpaket an, wenn Sie an das Top Manager Gehalt denken. Hier gibt es häufig viel Verhandlungsspielraum. Überlegen Sie sich: Was ist Ihnen wichtig?

Viele meiner Klienten verhandeln beim Aufstieg ins Top Management sogar sofort die Übernahme der Kosten für ein Führungskräfte Coaching ein. Eine tolle Idee, die sich vielfach bezahlt macht.

Wissen was auf Sie zukommt: Top Manager – wollen Sie sich das wirklich antun?

Die meisten denken, dass sie es geschafft haben, sobald sie eine Position im Top Management erlangt haben. Sie vermuten, dass Sie als Top Manager an der Unternehmensspitze maximalen Einfluss haben, dass sie die Geschicke des Unternehmens lenken. Sie freuen sich auf ein hohes Gehalt, den Firmenwagen und manch andere Insignien der Macht.

Sind Sie dann – manchmal fast durch Zufall – ins Top Management aufgestiegen, stellen sie häufig voller Frust fest: Sie sind eher fremdgesteuert, haben keine Zeit und verbringen mindestens 50 % Ihrer Zeit mit Politik und Intrigen.

Wer also im Vorfeld nicht genau entschieden hat, ob er wirklich Top Manager werden will, und sich nicht informiert hat, was auf ihn zukommt, kann eine böse Überraschung erleben. Das muss aber nicht sein.

In einem Interview mit meinem Kollegen Bernd Geropp gehen wir den spannenden Fragen nach:

  • Was passiert eigentlich im Top Management?
  • Womit beschäftige ich mich da?
  • Will ich das wirklich?
  • Und wenn ja, wie gewinne ich die Souveränität um etwas bewegen zu können? Wie gehe ich mit der politischen Gemengelage um – ohne mich zu verbiegen?

Ja, das geht tatsächlich und kann ungeheuren Spaß machen. Hören Sie rein in dieses Interview, in dem Sie viele Beispiele erfahren werden.

„Brückenbauer“ – ein Weg um Top Manager zu werden

Nehmen wir einmal an, Sie sind im oberen Management und überlegen, ob Sie den nächsten Schritt wagen wollen. Will ich Top Manager werden? Am Beispiel eines Klienten können Sie genau nachlesen, wie er zu einer Antwort gefunden hat.

Das obere Management bezeichne ich auch gerne als „Brückenbauer“.

Sie kennen die Aufgaben und Spielregeln des mittleren Managements. Das mittlere Management zeichnet sich aus durch Inhalte und Leistungen.

Sie führen mit Offenheit, Ehrlichkeit, Berechenbarkeit, Klarheit und Transparenz. Sie sind mit Zuverlässigkeit vorangekommen. Ein vertrauensvoller Umgang liegt Ihnen am Herzen. Ein Miteinander zu Kollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten ist Ihnen wichtig. Sie wollen gemeinsam mit anderen Ergebnisse erreichen.

In der Kommunikation mit den Vorgesetzten des Top Managements werden Sie häufiger erleben, dass „die da oben“ ganz anders reden. Oftmals scheint es unklar, verklausuliert, auf jeden Fall nicht mehr mit Klartext. Kennen Sie das?

Ja, Sie bewegen sich als „Brückenbauer“ des oberen Managements zwischen den Welten des Top Managements und des mittleren Managements. Als Brückenbauer kommt Ihnen sozusagen die Vermittlerrolle zu:

Sie sind Vermittler zwischen dem Top Management und dessen Gepflogenheiten und dem Mittleren Management mit den klaren Spielregeln. Viele fühlen sich in dieser Sandwichrolle „zerrieben“. Allerdings liegt in genau dieser Rolle auch eine Riesenchance.

Sie lernen nicht nur „die Welt da oben kennen“, sondern haben deutlich mehr Einflussmöglichkeiten, als es auf den ersten Blick erscheint. In dem Beitrag „Die Brückenbauer“ für das Magazin Manager Seminare finden Sie die Besonderheiten, die Ihnen als Brückenbauer zu Gute kommen. Diese Position kann ein sehr gutes Sprungbrett für den Weg an die Unternehmensspitze sein.

Lesen Sie die Geschichte von Marcus P., dessen Chef in den Vorstand wechseln wollte und mit mal „ganz komisch“ wurde.

Wichtig für Top Manager – Strategien, Beziehungen und Politik

Sie sind nun einen Schritt weitergegangen und sind gefragt worden, ob Sie ins Top Management wollen. Sie sagen “JA, ich will.” Sie freuen sich und gleichzeitig wird Ihnen ein wenig mulmig?

Schauen Sie sich in diesem Video an: Was passiert, wenn Sie ins Top-Management kommen und Geschäftsführer, Vorstand werden? Was verändert sich dann?

Erfahren Sie etwas über die Top Management Spiele und Ihre neue Rolle.

Die 7 fatalsten Fehler im Top Management

Auf dem Weg ins Top Management machen Sie sich bewusst, dass die Ihnen vertrauten Regeln des mittleren Managements nicht mehr auf der Top Ebene gelten.

Im Top Management zählen Beziehungsfähigkeit, gute Kontakte, politisches und strategisches Kalkül. Das Dumme daran: das erzählt Ihnen im Vorfeld keiner, es handelt sich eher um ungeschriebene Gesetze, deren Missachtung Sie den Kopf kosten kann.

In meinem Audio Coaching „Neue Rolle an der Spitze: Macht und Politik“ erfahren Sie ganz genau, was die 7 fatalsten Fehler im Top Management sind. Verinnerlichen Sie diese ganz genau, damit Sie nicht ahnungslos in eine Falle tappen, die Sie teuer zu stehen kommt.

Sie wollen doch nicht zu den ca. 22 % Top Managern zählen, die gehen müssen, weil sie gescheitert sind, oder?

Top Manager Spiele

Machen Sie sich bewusst, dass Sie an der Unternehmensspitze zu mindestens 50 % mit Politik und „politischen Spielregeln“ zu tun haben. Das ist nun mal so, ob es Ihnen gefällt oder nicht.

Sie müssen das nicht gut finden. Leichter ist es Sie zu akzeptieren und zu lernen damit umzugehen. In meinem Artikel Machtspiele und Manipulation an der Unternehmensspitze erfahren Sie eine „Anleitung“ zu einem besseren Umgang damit.

Top Management Coaching

An der Spitze wird jeder fünfte gefeuert. Das ist traurig, aber wahr. Lassen Sie es nicht soweit kommen.

Die „guten“ Top Manager sind Profis. Sie trainieren öfter und suchen sich schnell einen SparringsPartner und Executive Coach um sich z.B. auf die neue Rolle an der Unternehmensspitze gezielt vorzubereiten, souveräner Entscheidungen zu treffen, effektiver zu führen oder auch um aus der Fremdsteuerung rauszukommen.

Im Manager Magazin finden Sie folgendes Zitat:

Sie haben es ja jüngst selbst in ihrem Magazin berichtet, dass die “Guten” und die, die weiter sind unter den Führungskräften, ein Schattenkabinett oder einzelne Berater mitunter über lange Zeit beauftragen, weil ihnen die selbstkritische Reflexion fehlt oder ihnen keiner intern die Wahrheit sagt beziehungsweise neue Impulse gibt.“

Fazit:

Als Top Manager erzielen Sie sicherlich ein höheres Gehalt als andere Führungskräfte und Mitarbeiter im Unternehmen. Wie schön! Doch dieses höhere Gehalt geht i.d.R. auch mit mehr Verantwortung und ganz anderen Aufgaben, als Sie ursprünglich geglaubt haben, einher.

Schauen Sie im Vorfeld genau an, was auf Sie zukommt und entscheiden Sie, ob das für Sie der nächste richtige Schritt ist. Erkennen Sie, welches Potential in der Position des Brückenbauers liegt, also zwischen Top Management und mittleren Management.

Machen Sie sich bewusst, dass Sie als Top Manager einen Aufgabenschwerpunkt in Beziehungen, Strategien, Taktik und Politik  haben. Lernen Sie mit „politischen Spielchen“ umzugehen.

Lassen Sie sich von einem professionellen Sparringspartner oder Executive Coach unterstützten.

So wird nicht nur Ihr Einstieg ins Top Management gelingen. Auch als gestandener Top Manager werden Sie das Unternehmen souverän führen, Veränderungen voranbringen und viel Spaß gemeinsam mit Ihrem Team erleben. Und Sie können sich behaupten ohne sich zu verbiegen.

Herzliche Grüße

Gudrun Happich

Gudrun Happich

P.S. Sie sind als Top Manager an der Unternehmensspitze und wollen, dass es leichter und effektiver wird? Dann finden Sie in meinem Buch „Ärmel hoch! Die 20 schwierigsten Führungsthemen und wie Top-Führungskräfte sie anpacken“ wertvolle Impulse. Oder Sie suchen sich einen Profi, der Sie begleitet.

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Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei

CIO
Harvard Business Manager