Der Leistungsträger - Blog

Im letzten Beitrag dieser Blog-Reihe ging es darum, wie Sie eine Vision Ihrer beruflichen Idealposition entwickeln. Jetzt gilt es, dieses noch theoretische Bild zu konkretisieren und greifbar zu machen. In meinen Führungskräfte Coachings erarbeite ich hierzu mit meinen Klienten eine persönliche Chip-Karte.

Diese zeigt die Essenz dessen, was die jeweilige Führungskraft ausmacht, welches Umfeld sie braucht, um Höchstleistung zu bringen, welches ihre wahren Stärken sind, was ihre Idealposition ist, wie sie beruflichen Erfolg und persönliche Erfüllung zu verbinden mag.

Machen Sie sich unabhängig!

Wer sich einmal die Arbeit macht, eine solche Chipkarte zu entwickeln, der wird feststellen, dass er sich in seiner Karriereplanung nicht mehr an äußeren Bedürfnissen, z.B. dem Marktgeschehen, orientieren muss, wie das leider sehr häufig passiert. Wer exakt weiß, was er kann, will und braucht, der findet es – unabhängig von den äußeren Gegebenheiten.

Schritt 1: Ziel und Zielerreichungskriterien formulieren
Im ersten Schritt definieren Sie ein berufliches Ziel, das im Einklang mit der Vision steht, die Sie entwickelt haben. In der Regel wird es ein Etappenziel auf dem Weg zu Ihrer Vision sein. Entscheidend ist, dass das Ziel konkret, realistisch und terminiert ist.
Betrachten Sie das Ziel nun eingehender und bestimmen Sie die Zielerreichungskriterien: Woran ist erkennbar, dass das Ziel erreicht ist? Was ist dann anders als heute? Was machen Sie anders, mehr oder weniger? Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit das Ziel erreicht wird?

Schritt 2: Ideale Rolle
Welche Rolle möchten Sie in Ihrer idealen Position wahrnehmen? Die Antwort auf diese Frage ist extrem wichtig. Überlegen Sie, in welcher Rolle Sie mit Blick auf Ihr Zukunftsbild die größtmögliche Wirkung entfalten können. Wenn die Rolle stimmt, aus der heraus Sie agieren, befördert das Ihr Talent und Ihre Leistungsfähigkeit – ermöglicht Zufriedenheit bei höchsten Leistungen. Hingegen kann eine falsche Rolle dem Weg zu Erfolg und Erfüllung massiv im Wege stehen.

Schritt 3: Leistungstyp
Hat ein Leistungsträger den idealen Platz und die richtige Rolle gefunden, kann er Enormes leisten, ohne unter negativem Stress oder gar Erschöpfung zu leiden. Es gibt jedoch eine Einschränkung: Die Arbeit sollte so organisiert sein, dass sie seinem individuellen Leistungstyp entspricht – denn wer dauerhaft Höchstleistung erbringen will, sollte seinen Leistungstyp kennen und beachten. Mehr zu den Leistungstypen lesen Sie hier. Zu welchem Leistungstyp gehören Sie? Welche Folgen hat das für die Ausgestaltung Ihrer Idealposition?

Schritt 4: Das Idealprofil formulieren
Nun haben Sie alle Informationen, um das ideale Profil auf einer Seite kompakt zu formulieren – die richtige Umgebung, in der richtigen Rolle, mit der richtigen Aufgabe und in der besten Position. Überlegen Sie sich auch eine kurze Überschrift, die das Ergebnis auf den Punkt bringt.

Beim Erarbeiten der Chipkarte findet erstmals ein Perspektivwechsel statt: Fragen Sie auch nach dem zentralen Nutzen, den Ihre eigene Leistung für den Arbeitgeber oder den Kunden erbringt.
Formulieren Sie in einem letzten Satz das Konzentrat: „Ich mache für [Zielgruppe] die Leistung [Produkt/Leistung], um [Nutzen/Bedürfnisse] zu erbringen bzw. zu befriedigen.“

Wie finden Sie die Idee einer persönlichen Chipkarte? Ich freue mich über Ihre Kommentare! Im Video-Blog am kommenden Dienstag werde ich die wichtigsten Punkte dieser Blog-Reihe zum Thema Berufung für Sie abschließend nochmals zusammenfassen.

Ihre Gudrun Happich

Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei