Der Leistungsträger - Blog

Heute beleuchte ich mit Ihnen das Thema: Einstieg in einem Notnagel-Job

  1. Wie mache ich aus einem Notnagel-Job das Beste?
  2. Wie meistere ich den Jobeinstieg souverän?
  3. Ist es möglich von der Notlösung zum besseren Job zu kommen?

Aus diesem Artikel werden Sie mitnehmen, wie Sie auch einen Notnagel-Job gut wuppen können und aus der Not eine Tugend machen können.

Zur Vorgeschichte: Sie können sich noch an Uwe erinnern ? Der neue CIO eines größeren Mittelständlers, der unter hohem inneren Druck einen Notnagel Job angenommen hat und statt souverän zu sein nun noch mehr unter Druck geriet? Und wie er damit umging?
Wenn Sie mehr zu dem Thema hören wollen, dann lesen Sie hier bitte noch mal nach.

Die IST-SITUATION aus der Sicht von Uwe

Mit innerem Druck lernen umzugehen

Wir treffen uns wieder. Vier Wochen sind nach unserem letzten Termin vergangen. Ich bin gespannt, wie es Uwe heute geht und was er an Themen mitgebracht hat.

Als ich die Türe öffne, strahlen mich zwei blaue Augen an. Er wirkt aufgeräumt, zuversichtlich und tatkräftig. Ich denke bei mir so: Ein Wandel um 180 Grad, scheinbar haben die Erkenntnisse vom letzten Mal nachgewirkt.

Uwe berichtet: Frau Happich, ich habe fleißig an meinem „INNEREN DRUCK“-Thema weitergearbeitet. Ich habe gemerkt, wo überall ich mir Druck aufgebaut habe. Ja, genau, wo ICH mir Druck aufgebaut habe. Und habe gelernt damit deutlich besser umzugehen. Ich habe auch mit meiner Frau darüber gesprochen.

Die war am Anfang richtig ärgerlich, war enttäuscht, wieso ich nach so vielen Jahren Ehe immer noch nicht den Mut gefunden habe, mit IHR darüber zu sprechen. Sie empfand das fast als Vertrauensbruch. Sie konnte auch anfangs gar nicht verstehen, dass mir meine männliche Eitelkeit im Wege stand.

Wie auch immer, wir sind jetzt – auch darüber – gut im Gespräch und ich merke, dass ganz viel, von dem ich immer angenommen habe, das ICH das ALLEINE LÖSEN muss gar nicht von mir erwartet bzw. verlangt wird.

3 Tipps zum Umgang mit innerem Druck

Was – mindestens meine Frau – von mir erwartet ist, dass ich den Mund aufmache und darüber rede. Also, wenn diese etwas vermurkste Situation etwas Positives hat, dann auf jeden Fall, dass ich

a) weniger inneren Druck habe und im Zweifel weiß, wie ich damit umgehe
b) mit meiner Frau viel häufiger auch über solche Sachen rede
und
c) dass ich mich dafür nicht mehr schäme. Und auch nicht der Meinung bin, dass ich dadurch weniger männlich bin.

Die konkrete Frage von Uwe für heute

Der 1. Tag – Jobeinstieg souverän meistern

„Heute möchte ich nun die Zeit nutzen den guten nächsten Schritt vorzubereiten.

Der 1. Tag in meinem Job ist in wenigen Wochen und ich möchte den nicht vergeigen.
Nee, falsch „ich möchte alles in meiner Macht stehende tun, um den Einstieg souverän zu meistern – auch wenn es nur ein Notnagel-Job ist.

Meine konkrete Frage: Wie mache ich das Beste aus meinem Notnagel-Job“

Der konkrete Schritt für Schritt-Plan

Uwe wirkt klar und aufgeräumt und so werde ich einiges, was ich beim letzten Mal machen wollte nun nachholen.

  1. Welche Fragen sind noch offen bzw. brauchen eine Antwort?
  2. Wie behält Uwe seine Innere Ruhe?
  3. Wie kann Uwe den ersten Tag gestalten?
  4. Wenn wir noch Zeit haben: Wie geht er mit äußerem Druck um, das können unterschiedliche Erwartungshaltungen oder auch Versprechungen vom neuen Arbeitgeber sein?

Die konkrete Anwendung und Umsetzung

1. Warum es so wichtig ist einen guten Umgang mit dem inneren Druck zu finden?

Zusammenfassend beginne ich mit einer kleinen nicht rhetorisch gemeinten Frage:
Uwe, was glauben Sie wie wichtig ist es für Sie einen guten Umgang mit dem inneren Druck zu finden?

Uwe überlegt einen Moment, bevor er antwortet:

Ich habe festgestellt, dass ich vergleichsweise schnell unter inneren Druck komme und dann geht gar nichts mehr. Meine Gedanken sind blockiert, ich kann nicht mehr kreativ denken, habe den Impuls jetzt ganz schnell zu handeln und aktiv zu werden. Konstruktiv ist davon nichts.
Außerdem höre ich meinem Gegenüber unter innerem Druck nicht mehr zu – ich kann es einfach nicht, und mir rutschen wichtige Dinge durch.
Außerdem wirke ich nicht mehr souverän.

Also, die konkrete Antwort auf Ihre Frage: Für mich ist es enorm wichtig

  1. Meinen inneren Druck wahrzunehmen
  2. Damit umzugehen, das haben wir ja beim letzten Mal besprochen
  3. Das verschafft mir mehr innere Ruhe, ich wirke dann souveräner und bin auch handlungsfähiger.

Fazit:

Kann ich also zusammenfassen, – frage ich Ihn – dass Sie für sich erkannt haben: Wenn Sie im Innern unter Druck stehen ist das Wichtigste in dem Moment, das Sie für innere Ruhe sorgen? Und auf keinen Fall in eine äußere Aktivität flüchten?

Ja… ich habe das in den letzten 4 Wochen schon gut geübt und werde auch weiter da dran bleiben.

Da ist gut, denn dieser Umgang mit dem inneren Druck – oder wie Sie wieder zu innerer Gelassenheit kommen, ist das Basishandwerkszeug in Ihrem neuen Job.

Alles was wir jetzt gleich besprechen fußt auf der Grundlage, das Sie im Innern ruhig oder zumindest relativ ruhig sind, und falls nicht, das Sie erst einmal wieder diesen Zustand erreichen bevor wir einen Schritt weitergehen. Passt das für Sie?

Uwe schreibt die wichtigsten Dinge mit, während er nickt.
Ja, das ist schon mal als ganz klares Grundgesetz, das für mich gesetzt ist, murmelt Uwe

2. Offene Fragen zum Einstieg in den neuen Job stellen

Ok, dann kommen wir jetzt zu dem Punkt: Offene Fragen zum Jobeinstieg

Sie hatten ja im Vorstellungsgespräch vieles nicht erfragt, um die Chance auf den Job zu erhöhen. Wir kommen allerdings nicht drum herum, trotzdem darauf Antworten zu finden.

Daher überlegen Sie sich bitte mal die Antworten auf folgende Fragen:

  1. Was erwartet man von Ihnen?
  2. Weshalb hat man Sie eingestellt? Was sieht „man“ in Ihnen? Bzw. welche Kompetenzerwartung erfüllen Sie?
  3. Welchen Eindruck haben Sie von Ihrem Chef?

Uwe schreibt sich alle Fragen auf, zuckt mit den Schultern und formuliert:
Wie schon beim letzten Mal erwähnt, ich habe keine Antworten auf die Fragen, aber jetzt erkenne ich, dass sie wichtig sind.

3. Wichtige Fragen schon vor dem ersten Tag klären

Sollte ich bereits vor dem ersten Tag versuchen diese Fragen mit meinem neuen CEO zu erörtern?

JA!, das wäre gut. Und dann klären Sie bitte auch, wo ihr erster Tag sein wird – das war ja noch nicht so ganz klar beim letzten Mal und ob der andere C-Level nun Ihr Mitarbeiter oder Kollege ist.
Wichtig wäre auch, das Sie mit dem CEO besprechen, wie er Sie einführen wird?
Uwe schaut mich erstaunt an? Einführen? So ein Aufwand, braucht´s das denn?

4. Einführung durch den CEO

Ja, ich halte es für sehr wichtig, das der CEO SIE einführt und vorstellt. Wenn er aus den USA nach Europa persönlich kommt, prima. Wenn nicht, dann auf jeden Fall per Video-Konferenz.

Das muss nicht lang sein, stärkt Ihre Position aber enorm: Das signalisiert den Anwesenden: DER CEO steht hinter Ihnen.
Sie werden feststellen, dass Sie dadurch innerlich ruhiger und souveräner werden. Und das ist ja eins der wesentlichen Punkte, auf die Sie  – insbesondere am Anfang immer achten sollten.

Und nach dieser Einführung übernehmen Sie dann eine kleine „Antrittsrede oder einen realen oder virtuellen Imbiss.“

Ja, das mit der Antrittsrede, das haben Sie ja schon in Ihrem Führungsbuch ziemlich gut beschrieben, das hatte ich mir schon durchgelesen. Das ist gut.

5. „ICH MUSS“ ist der „Killer“ beim Einstieg in den neuen Job

Er fährt weiter fort.
Was mich brennend interessiert:
Wie schaffe ich es denn in meinem neuen Job zu überzeugen, meine Versprechen einzulösen und kein Blender zu sein? Ich muss mich da ja nun beweisen. ICH MUSS DIESEN JOB behalten!

Ich unterbreche Uwe an dieser Stelle: Uwe merken Sie was? Sie setzen sich schon wieder enorm unter inneren Druck, Und zwar in dem Sie formulieren:

ICH MUSS mich beweisen
ICH MUSS diesen Job behalten

Was passiert in Ihnen, wenn Sie diese Worte hören? Wenn ich Ihnen wiederhole, was Sie selbst gerade gesagt haben.

Uwe erschrickt: Da ist es wieder. Sobald dieses ICH MUSS kommt, verkrampfe ich, gerate unter Druck und habe diesen AKTIVITÄTSIMPULS

… und verlieren Ihre Souveränität …. Ergänze ich….

6. Zwei Notfall-Tipps, wie Sie den Einstieg in den Notnagel Job souverän meistern

Darf ich Ihnen etwas anbieten?

Uwe nickt und schaut mich erwartungsvoll an.

Was halten Sie von folgender Vorstellung:

Wenn Sie den Jobeinstieg souverän meistern wollen, geht es darum

  1. Im Innern souverän zu werden oder zu sein /also diesen inneren Druck zu bändigen
  2. Sobald das geschafft ist, werden Sie im AUSSEN souverän.
    Warum? Weil Sie ohne den inneren Druck wieder anfangen können zu denken und Sie selbst zu sein.
    Dann werden Sie auf gute Ideen und Antworten kommen. Fast wie von selbst.Ich habe es im letzten Termin bei Ihnen gesehen:
    Mit Innerem Druck – unsichere und verkrampfte Wirkung –
    ohne inneren Druck – es war am Ende des letzten Termins genau zu spüren:Ihre Ausstrahlung nimmt in Bruchteilen von Sekunden zu, es ist alles da, was Sie brauchen.

Uwe nickt wieder zustimmend. Oh, dieser innere Druck an wie vielen Stellen ich doch von dem gefangen bin. Das ist ja zum Mäusemelken. Da habe ich aber noch ein echtes Stück zu tun.  Was mich echt nervt, das ich dann sofort in äußere Aktivität flüchte, dabei bringt mich das so überhaupt nicht zu meinem Ziel.

Ich schweige und lasse es wirken.

4 goldwerte Empfehlungen, wenn Sie als C-Level in einem Notfall-Job starten

Uwe, im nächsten Schritt empfehle ich Ihnen:

  1. Starten Sie mit kleinen Brötchen.
    Niemand erwartet von Ihnen am ersten Tag ein Weltwunder, außer Sie selbst. Vielleicht haben Sie im Bewerbungsgespräch den Mund ein wenig voll genommen, wie Sie vermutet haben, das kann sein.
    Aber spätestens jetzt ist es Zeit in der realen Welt anzukommen.
    Nutzen Sie die ersten Wochen um die Mitarbeiter kennen zu lernen. Die Kollegen. Die Erwartungen der anderen.
    Sprich: in einfachen Worten: kommen Sie erst einmal an.
  2. Stellen und haben Sie bitte realistische Erwartungen.
    Sie wissen ja, das in Ihrem Auswahlprozess eher Verkaufsgespräche gelaufen sind. Nun sollte spätestens die Zeit beginnen wo Sie – der Realität entsprechend – FRAGEN können, was man von Ihnen erwartet? In welcher Zeit? Mit welchen Ressourcen oder Budgets? Checken Sie – mit kühlen Kopf – ist das realistisch? Falls ja, prima, dann wissen Sie ja jetzt wo die Reise hingeht.
    Falls nein, dann gehen Sie bitte in den konstruktiven Dialog mit Ihren Gegenüber und brechen die Erwartungen auf die RealitätsEbene runter.
    Sie haben ja immer betont, das Sie kein Blender oder Besserwisser sein wollen, oder?
    Vielleicht ergibt sich dann doch, das aus dem ursprünglichen Notfalls-Job ein akzeptabler wird, auf jeden Fall wird es ein besserer oder ehrlicherer.Ich habe den Eindruck, das der Größte Feind, gerade Ihr eigener INNERER DRUCK ist. Meine Erfahrung ist die: Das was Sie sich selbst machen, können Sie auch selbst wieder ablegen. Da haben Sie großen Einfluss drauf.
    Im Moment höre ich noch keinen unerhörten Druck von außen, sprich von Ihrem neuen Arbeitgeber. Aber selbst, wenn der kommt, dann können Sie dem deutlich besser begegnen, wenn Sie zu einer inneren Souveränität finden.
    Macht das für Sie Sinn?
    Uwe ist ein wenig zerknirscht: Ich merke schon sehr deutlich, dass ich RuckZuck die Anforderungen an mich soooooo hoch schraube, das ich allein dadurch schon wieder unter Druck gerate. ALLES SELBSTGEMACHT.
    Was mir hilft ist einer ihrer letzten Sätze: Was ich selbst mit mir mache, sprich mir antue kann ich auch selbst wieder wegmachen. Cool, das hört sich sehr nach Selbstbestimmung an.
    Genau, ich schmunzle ein wenig und fahre fort.
  3. Ein Schritt nach dem Anderen
    Das hört sich jetzt zwar Altbacken an, aber haben Sie schon mal gehört, das Rom auch nicht an einem Tag erbaut wurde?
    Hm, ja klar natürlich ….. was wollen Sie mir damit sagen…. Grummelt er vor sich  hin.
    Gehen Sie bitte Schritt für Schritt vor….Immer an der „Realitätskante“ entlang.
    Ich weiß, das ist heute alles echt harte Kost. Denn ein typischer Leistungsträger denkt immer maximal, mit hohen Ansprüchen an sich selbst, vor allem an sich selbst und ist meistens unzufrieden wenn nicht alles sofort beim ersten Mal klappt:
    Worte wie: Geduld, abwarten, oder auch ein Schritt nach dem Anderen, sind vielleicht für andere Leute „normal“. Für uns Leistungsträger ist das wie Todesstrafe – wie haben ständig das Gefühl mehr zu machen, zu leisten, zu können, zu müssen…… ABER: daher sage ich es ja: manchmal ist das nun so gar nicht zielführend. Sogar eher im Gegenteil:
    eine Brücke bauen, damit Ihnen der Einstieg leichter fällt.
    Ich möchte Ihnen gerne eine Brücke bauen, wenn Sie damit einverstanden sind.
    Ich schaue Uwe an – ich glaube, er ist nicht begeistert, von dem ganzen NICHTTEMPO, was ich ihm gerade empfehle.
    Uwe, Sie haben mich ja heute gefragt: Wie Sie den Einstieg in den Notfall-Job meistern können. Es geht hier nicht um Ihren Traumjob, sondern um einen Job, den Sie evtl. unter normalen Umständen gar nicht angenommen hätten. Also, wenn Sie nicht so unter innerem Strom gestanden hätten.
  4. Sehen Sie den Einstieg in den Notfall-Job als Experiment.
    Wie wäre es denn, wenn Sie die nächsten Wochen oder Monate mal als Experiment sehen: Sie probieren sich aus, in neuen Denk- und Verhaltensweisen. Bei einem Experiment kann es klappen, muss aber nicht.
    In diesen neuen Verhaltensweisen versuchen Sie mal NICHT mit Vollgas und stets unter Druck einen Marathon nach dem anderen zu laufen – so nach dem Motto: Je mehr ich mich verausgabt habe um so eher werden die mich behalten. Sie wissen selbst, das das Gegenteil der Fall ist.
    Statt dessen schauen Sie immer wieder, das Sie Ihren eigenen inneren Druck im Zaume halten. Das Sie in echte Gespräche und echten Dialog mit den Kollegen und Mitarbeitern gehen. Dass Sie mit dem CEO die genauen Erwartungen und Ziele bestimmen und auf ein realistisches Maß korrigieren, falls nötig.

Wie aus dem Notfall-Job ein passender Job werden kann

In der Zwischenzeit werden Sie nicht nur viel über sich selbst herausfinden, Sie werden auch viel eher feststellen, ob es vielleicht doch ein passender Job für Sie ist und kein Notfall-Job. Dann haben Sie eine wunderbare Grundlage gelegt und werden mir Ihrer neuen Souveränität auch dem äußeren Druck standhalten können.

Wenn Sie aber während dieses Experimentes herausfinden, das dieser Notfall Job doch nicht zu Ihnen und Ihren Qualifikationen passt, dann werden Sie mit dem CEO einen guten Umgang damit finden. Und zwar einen, der weder bei Ihnen noch beim CEO zum Gesichtsverlust führt.

So haben Sie eine neu Agenda für den souveränen Einstieg in den Notfall-Job:
Sie machen aus Ihrem Notfall-Job das BESTE – für alle Beteiligten und lassen das Ergebnis offen.

Was nimmt Uwe mit?

5 Schlüsselerkenntnisse, wie Sie den Einstieg in einen Notfall-Job souverän meistern

Am Ende des Termins frage ich Uwe, was er von heute mitnimmt ….. und was er morgen konkret umsetzen möchte

  1. Der innere Druck oder dieses ICH MUSS – Sie sagen ja, das das alle Leistungsträger haben, – mir war nicht bewusst, wie sehr mich das „treibt“ und mein Verhalten beeinflusst. Ich habe jetzt allerdings eine Idee davon, wie ich – wenn es nervt – besser damit umgehen kann. Das mache mich freier und souveräner
  2. Der Notfall- Job – der ja schon unter schlechten Bedingungen begonnen hat – wird nicht besser, wenn ich mit weiteren Versprechungen und Aufplusterei weitermache, das führt definitiv zum Scheitern. Und außerdem will ich kein Blender und Besserwisser sein.
  3. Wichtig ist, die Erwartungen der Beteiligten noch vor dem ersten Tag in Erfahrung zu bringen und – unterstützt von dem CEO – einen guten ersten Tag und damit Einstieg zu gestalten. Nichts pompöses, sondern eher überzeugen durch Professionalität und Menschlichkeit
  4. Ich darf auch für mich ankommen im neuen Job. Wenn er oder es passt, ist es gut – für alle. Wenn nicht, ist es besser das frühzeitig zu erkennen, als das sich beide Seiten unsagbar quälen
  5. Das schönste und auch ungewöhnlichste war. Das ich den Einstieg in den neuen Job, der ja ein Notfall-Job ist, als Experiment sehen kann.

Er formuliert: Ich habe viele Dinge selbst in der Hand, das hilft mir enorm, die nächsten Schritte im neuen Notfall-Job anzugehen.

Der praktische Tipp

Wie Sie aus einem Notfall-Job das Beste rausholen!

Kennen Sie das auch, dass Sie nun mal einen Notfall-Job angenommen haben und jetzt daran interessiert sind, das Beste draus zu machen, dann machen Sie sich – wenn Sie ein Leistungsträger sind – bitte folgendes bewusst:

  1. Souveränes Auftreten beginnt mit einem Souveränen INNEN. Händeln Sie Ihren inneren Druck – gerne wie in Folge 35 beschrieben – Sie werden spüren, das diese Reihenfolge: erst innen – dann außen – Sie ruhiger macht
  2. Fangen Sie mit kleinen Brötchen an und versprechen Sie nicht die Welteroberung in 3 Tagen – das glaubt Ihnen sowieso niemand und setzt Sie unnötig unter selbstgemachten Stress
  3. Klären Sie die Erwartungen der Beteiligten und korrigieren Sie sie im Notfall auf ein realistisches Maß
  4. Gehen Sie einen Schritt nach dem Anderen, statt 10 auf einmal und dann geht Ihnen die Puste aus.
  5. Geben Sie sich Zeit um zu erkennen, ob der Notfall JOB vielleicht doch ganz ok ist ….. notfalls auch nur für eine Weile .

Fazit:

Erinnern Sie sich noch an den Anfang, als UWE formulierte, „ich möchte alles in meiner Macht stehende tun, um den Einstieg souverän zu meistern – auch wenn es nur ein Notnagel-Job ist.

Jetzt weiß er, wie er klar und konkret den Einstieg souverän meistern kann, wie er souveräner startet und das BESTE aus seinem Notnagel-Job machen kann. Er weiß, wie er auch einen Notnagel-Job gut wuppen kann und aus der Not eine Tugend machen kann.

Sie hören lieber?

In der Epsiode #36 meines Podcast “Leben an der Spitze” hören Sie die komplette Geschichte von Uwe.

In der nächsten Folge spreche ich über den C-Level-Auswahlprozess. Wenn Sie wissen wollen, wie Sie den Job bekommen, der wirklich zu Ihnen passt, dann hören Sie unbedingt in Folge 37 rein.

Herzliche Grüße

Gudrun Happich

Gudrun Happich

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Bild: Depositphotos1 #853135 ©koriolis

Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei

CIO
Harvard Business Manager