Der Leistungsträger - Blog

Sie suchen Erfolg und persönliche Erfüllung und möchten im Beruf Ihren idealen Platz an der Unternehmensspitze finden? Dann ist eine Veränderung überfällig. Dafür allerdings müssen Sie etwas tun. Denn so viel ist klar: Es gibt sie, die ideale Führungsposition, die sich auch noch optimal mit Ihrem Privatleben vereinbaren lässt. Um den (womöglich mit einigen Stolpersteinen gespickten) Weg zur Wunschposition erfolgreich zu bestreiten, brauchen Sie vor allem eines im Reisgepäck: Commitment! In diesem Beitrag zeige ich Ihnen,

Die Grundvoraussetzungen für Ihr Veränderungsprojekt

Dass Sie in Ihrem (Berufs-)Leben dringend etwas verändern möchten, ist Ihnen jetzt schon klar. Ihr Bauchgefühl und ein gestiegener Leistungsdruck haben es Ihnen bereits verraten. Gut möglich allerdings, dass Sie noch gar nicht wissen, wie die anstehende Veränderung eigentlich aussehen sollte. Der erste Schritt jeder geplanten Veränderung ist daher eine gründliche Bestandsanalyse. Gehen Sie dabei genauso systematisch vor, wie Sie es auch bei Entscheidungen als Führungskraft tun. Analysieren Sie, an welchen Stellen im privaten oder beruflichen Bereich Sie mit Ihrer Situation unzufrieden sind. Es gibt dazu zahlreiche hilfreiche Methoden wie das Fulfillment-Coaching, das Zielfindungscoaching oder die Wishcraft-Analyse. In meinen Führungskräfte Coachings arbeite ich auch häufig mit dem Lebensrad.

Lebensrad: Finden Sie zurück ins Gleichgewicht

Für einen analytisch veranlagten Menschen ist diese Methode besonders gut geeignet. Das Lebensrad gibt einen Gesamtüberblick über die wichtigsten Lebensbereiche und zeigt, welche dieser Bereiche aus dem Gleichgewicht geraten sind. Ihr Rad kann aus folgenden acht Feldern bestehen:

  1. Sinn, Erfüllung, Selbstverwirklichung
  2. Karriere, Arbeit, Leistung, Erfolg
  3. Geld, Finanzen, Materielles, Besitz
  4. Gesundheit, Körper, Ernährung, Fitness, Erholung, Entspannung
  5. Freunde, Partnerschaft, Familie
  6. Beziehung, Netzwerk, Kontakte, Förderer
  7. Weiterentwicklung, Persönlichkeit
  8. Spaß, Erholung, Freizeit

Wie viel Zeit verbringen Sie in den einzelnen Feldern? Wie zufrieden sind Sie dort jeweils? An den Speichen des Lebensrads tragen Sie hierzu eine Skala von 1 („völlig unzufrieden“) bis 10 („völlig zufrieden“) ein. Überlegen Sie für jeden Bereich, wie zufrieden Sie mit ihm sind – und zeichnen Sie das Ergebnis im jeweiligen Feld ein. Das Rad zeigt Ihnen auf einen Blick, wie hoch Ihr Zufriedenheitslevel in den einzelnen Bereichen ist.

Die Veränderung vor Augen

Nach der Analyse dürfte die zuvor eher diffuse Aura einer möglichen Veränderung, einem glasklaren Veränderungswunsch gewichen sein. Wichtig ist jetzt vor allem, dass Sie sich klar machen, was diese Entscheidung für Sie persönlich bedeutet. Was wollen Sie wirklich erreichen? Warum wollen Sie das? Was wird der ideale Patz Ihnen geben? Wie genau werden Sie sich dabei fühlen? Malen Sie sich Ihre Zukunft aus und formulieren Sie dann zusammenfassend, warum Sie sich auf diesen Weg machen wollen. Dieser Schritt ist wichtig, um den Veränderungswunsch durch ein klares Commitment abzusichern – und zum Erfolg zu führen.

Das Commitment: So realisieren Sie Ihren Veränderungswunsch

Sie wollen die Reise zu Ihrer Idealposition im Top-Management unternehmen? Dann hängen Ihre Erfolgsaussichten ganz maßgeblich von Ihrem Commitment zur Management Position ab. Gemeint ist damit das Bekenntnis, eine Veränderung wirklich zu wollen. Letzteres klingt einfach, tatsächlich ist echtes Commitment aber deutlich fragiler, als es zunächst den Anschein hat.

Diese Stolpersteine bringen das Commitment zum Job der Träume in Gefahr

Hier gibt es in der Praxis einige Stolpersteine. Die beiden häufigsten Gefahren, die ich bei den Leistungsträgern im Führungskräfte Coaching erlebt habe:

  1. Die Komfortfalle: Sobald der Leidensdruck ein wenig nachlässt, bröckelt bei manchen Klienten die innere Überzeugung und sie wagen die Veränderung doch nicht.
  2. Die Fehlzündung: Bei anderen ist der Leidensdruck so groß, dass sie unreflektiert handeln und zum Beispiel kündigen. Die ersten Lösungsideen sind aber langfristig selten tragfähig.

Wirkliches Commitment als Grundvoraussetzung für das Gelingen des Veränderungsprozesses entsteht erst, wenn die Kräfte aus Sog und Leidensdruck stark genug sind. Erkennbar am ehrlichen Bekenntnis „Ja, ich will meine Situation ändern.“

Selbst-Sabotage

Gerade besonders engagierte Leistungsträger neigen dazu, mit einer Einstellung à la: „Ich muss einfach noch mehr leisten, dann wird alles gut“ ihr Commitment zu sabotieren. In solchen Fällen braucht es oft ein Schlüsselerlebnis, damit ein Commitment für die im Grunde gewünschten Veränderungen zustandekommen kann. Bei einem meiner Klienten war dieser Augenöffner die Teilnahme an einem Gruppen-Coaching. Erst im Austausch mit den anderen Teilnehmern begriff er, dass es möglicherweise mehr gab, als sich an seinem Job abzuarbeiten. Um diesem Mehr auf die Spur zu kommen, so lernte er, musste er sich mit sich selbst, seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen befassen.

Bedingungen für echtes Commitment

Die Bedingungen, unter denen ein solches Commitment zustande kommt, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Das Ergebnis muss bestimmt sein. In unserem Fall lautet das Ergebnis: „Ich habe meinen idealen Platz gefunden.“
  • Das Ergebnis muss realisierbar erscheinen. Wenn die Befürchtung besteht, dass letztlich doch nur Luftschlösser gebaut werden, wird für das Vorhaben kein Commitment entstehen.
  • Die Anschubenergie muss stärker sein als die Kraft der Gewohnheiten und Bedenken.
  • Die Dringlichkeit muss stark genug sein, um die Entscheidung zum Loslegen zu treffen und die ersten Schritte zu gehen.

Überprüfen Sie also Ihre innere Überzeugung, Ihren Willen wirklich etwas zu verändern, bevor Sie die endgültige Entscheidung treffen, zu Ihrem Ziel aufzubrechen.

Commitment ist Kopf- und Bauchsache

Letztlich ist es das Commitment, dank dem Sie bezüglich der gewünschten Veränderung eine tragfähige Entscheidung treffen können. Ob Ihr Commitment wirklich stark genug ist, merken Sie, wenn es an die eigentliche Entscheidung geht. Wichtig ist, dass Kopf und Bauch dabei beteiligt sind. Wenn Sie eine Entscheidung gegen Ihr Bauchgefühl treffen, fehlt das Commitment. Grundsätzlich gilt: Wenn das Commitment vorhanden und die Entscheidung, etwas verändern zu wollen, erst mal wirklich getroffen ist, ist ein „Point of no Return“ erreicht: Jetzt geht die Reise definitiv los.

Übrigens: Mehr zum Thema Commitment lesen Sie in einem Fachbeitrag, den ich für das Coaching Magazin verfasst habe.

Herzliche Grüße

Gudrun Happich

Gudrun Happich

PS: Sie sind mit Ihrer jetzigen Position als Führungskraft unzufrieden, können sich aber nicht dazu durchringen, eine Veränderung anzustreben? Kontaktieren Sie mich! Im Führungskräfte-Coaching arbeiten wir gemeinsam an Ihrem Commitment zur Management Position, die Sie sich wirklich wünschen!

Foto von Gustavo Fring von Pexels

Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei

CIO
Harvard Business Manager