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Wie soll es nur gelingen, dass Sie als Top Manager nach den anstrengenden Hochstressphasen am Jahresende ein „harmonisches“ Weihnachten verbringen? 5 Tipps, wie Sie als Top Manager sowohl Ihr Weihnachtsfest als auch den Jahresweichsel wirklich zufrieden gestalten.

„Alle Jahre wieder kommt nach dem Jahresendstress im Job Weihnachten. Und immer so unvermittelt. Eigentlich weiß ich das ja, aber nach der Sommerpause verfalle ich in den Tunnelblick, die operative Hektik lässt mich kaum aus dem Hamsterrad aussteigen und Ruckzuck steht dann Weihnachten vor der Tür.  Es ist immer wieder dasselbe.“ So stöhnt Martin Z., Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens und lässt sich in den Sessel plumpsen. „und wissen Sie, was das Schlimmste ist? Die Weihnachtszeit soll ja eine harmonische, entspannte und zufriedene Zeit werden. Meine Frau gibt sich so viel Mühe um genau DAS hinzubekommen. Doch ich selbst laufe auf dem Zahnfleisch, habe zwar den gleichen Wunsch, aber muss mich enorm zusammenreißen, damit ich nicht explodiere. Dieser Harmoniedruck macht mich manchmal kirre.“

Top Manager unter Druck – ist er eine Ausnahme?

Soweit ich in meinem Umfeld mitbekomme, wünscht sich eigentlich jeder eine harmonische Weihnachtszeit und einen gelungenen Jahreswechsel. Ist also Martin Z. eine Ausnahme? Bekommt nur er das nicht gebacken?

Liebe Leser, wie ist es bei Ihnen, haben Sie sich in der ein oder anderen Aussage von Martin Z. wiedergefunden? Geht es Ihnen manchmal aus so? Der Wunsch nach Harmonie, nach einer stressfreien Zeit mit dem Partner oder der Familie, doch der Anspruch – der eigene oder der der anderen ist mitunter so hoch, dass statt Entspannung nur noch Stress entsteht? Oder ist das doch eher die Ausnahme?

Leider nein: Eine Studie unter 3000 britischen Paaren fand heraus, das in der Weihnachtszeit bis zu 4 x /Tag gestritten wird. Sie kamen auf 124 Streits im Dezember. Eines von fünf Paaren denkt sogar an Trennung. Traurig aber wahr.

Die große Hoffnung: zufrieden an Weihnachten

Martin Z. formuliert „Ich möchte, dass es in diesem Jahr anders läuft, aber ich weiß nicht wie.“

Martin Z. ist sich nicht sicher, ob er diese Frage überhaupt im Führungskräfte Coaching stellen kann. Doch dann besinnt er sich: Doch, klar, es geht ja darum, wie ich als Führungskraft UND Privatperson den Switch hinbekomme. Also: er will wissen, wie es gelingen kann, dass er in diesem Jahr ein zufriedenes Weihnachtsfest verbringen kann. Er will wissen, was er dazu beitragen kann.

Führungskraft und Familienmensch – zwei unvereinbare Rollen?

In der CIO wurde von mir ein Artikel zu dem Thema: „Führungskraft und Familienmensch“ – veröffentlicht. Denn genau darum geht’s. Wie kann der Switch zwischen diesen beiden Rollen gelingen. Meistens sind wir in der beruflichen Rolle professionell, lassen uns eventuell noch in einem Führungskräfte Coaching begleiten. Doch wie gelingt das mit der Privaten Rolle?

Machen sie sich bewusst: als Führungskraft ist es Ihr Job zu führen, Entscheidungen zu treffen, manchmal blitzschnell. In dieser Führungsrolle sind wir manchmal einsam, es kommt darauf an, Ihre Mannschaft zu Ergebnissen zu führen. Und als Privatperson? Egal ob als Partner, Vater oder Mutter, was ist hier Ihre Rolle? Manche müssen jetzt überlegen, hier ist viel eher die Rolle des Teamplayers angesagt, manchmal werden Sie sogar geführt. Hier sind Sie in der Rolle der Privatperson, als Mensch. Machen Sie sich bewusst: Das sind zwei komplett verschiedene Rollen. Wie kann der Rollenwechsel zwischen der beruflichen und der privaten Rolle gelingen?

5 Tipps aus dem Führungskräfte Coaching wie für Sie die Vereinbarkeit von Job und Familie gelingen kann.

Grundlage für alles ist: Abschalten! Switchen Sie ganz bewusst von  der einen in die andere Rolle

Tipp 1: Reden Sie mit Ihrem Partner
Jetzt ist noch Zeit genug. Reden Sie mit Ihrem Partner über Ihre Erwartungen. Formulieren Sie, was Sie sich wünschen, was Sie auf keinen Fall wollen. Fragen Sie auch Ihren Partner und den Rest der Familie nach deren Erwartungen und Wünschen. Finden Sie Lösungen, wie Sie mit den jeweiligen Erwartungen umgehen können. Hier geht es darum Lösungen zu finden, die möglichst allen Beteiligten gerecht werden. Manchmal sind auch konstruktive Kompromisse notwendig. Dies gelingt am Besten in einem offenen Dialog.

Tipp 2: Finden Sie gemeinsame Rituale und Lösungen
Wenn es knirscht, dann nehmen Sie sich erst einmal zurück. 1 – 2 Mal tief durchatmen und dann das förderliche Gespräch suchen. Finden Sie GEMEINSAM Lösungsmöglichkeiten für auftretende Schwierigkeiten. Denken Sie daran. ALLE Beteiligten sind verantwortlich für ein gutes Gelingen. Finden Sie evtl. Rituale, wie sie mit regelmäßigen Konflikten umgehen wollen.

Tipp 3: Nehmen Sie sich Zeit für sich
Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie permanent präsent sind. Ich hoffe, Sie erwarten das von sich selbst auch nicht. Besprechen Sie dies mit der Familie. Vielleicht wollen Sie mal eine Zeit lang ein Buch lesen, oder einen Spaziergang machen. Nur für Sie selbst. Wenn Sie dies offen und ehrlich mit Ihrem Partner besprechen, wird er in den seltensten Fällen etwas dagegen haben. Wenn Sie allerdings einfach „abtauchen“, dann ist der Ärger schon vorprogrammiert. Also REDEN Sie über Ihre Bedürfnisse und Ihre Zeit für sich selbst.

Tipp 4: Ändern Sie den Fokus
Versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können. Sie wissen, dass Sie versprochen haben um 18 Uhr zuhause zu sein, doch Sie wissen schon jetzt, dass Sie es nicht halten können? Sprechen Sie lieber offen mit Ihrem Partner über realistische Erwartungshaltungen. Ändern Sie den Fokus von „perfekt“ zu „machbar.

Tipp 5: Übernehmen Sie Verantwortung
Machen Sie sich bewusst, dass Sie IMMER eine Wahl haben und übernehmen Sie hierfür die Verantwortung. Überlegen Sie sich: Was ist mir JETZT wichtig? Gehen Sie mit Ihrem Partner in den konstruktiven Dialog. Mit dieser Haltung werden Sie feststellen, dass die Gespräche einfacher und erfüllender für beide Seiten verlaufen.

Fazit:

Als Top Manager zufrieden an Weihnachten. Nun haben Sie schon einmal 5 Tipps, wie Ihr Weihnachtsfest und der Jahreswechsel besser und erfüllender verlaufen kann. Ziehen Sie gerne in der Zeit zwischen den Jahren, oder zum Jahresanfang Bilanz. Was hat geklappt? Was ist noch verbesserungsfähig? Wie wäre es, wenn Sie die Dinge, die gut geklappt haben in Ihren Alltag einbauen, der ja früher oder später wieder losgehen wird.

Übrigens: Die Herausforderung es Rollenwechsels gilt es übrigens nicht nur zu Weihnachten zu lösen. Auch bei jedem Urlaub oder verlängerten Wochenende ist der Switch von der 100% Beruf zur 100% Privatrolle anzustreben. Und sogar an jedem Arbeitstag, wenn Sie auf dem Weg nach Hause sind.


Hinweis:

Sie benötigen noch ein Weihnachtsgeschenk für Sie selbst oder einen Ihrer Liebsten? Nutzen Sie die Chance und verschenken Sie ein Buch. Gerne empfehle ich natürlich Was wirklich zählt! Mit Überzeugung führen – meine Erfahrung ist, dass solche Bücher gerade zum Jahreswechsel interessant sind. Ist es doch die Zeit des Reflektierens, Innehaltens und Pläne für die Zukunft Schmiedens.

Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie eine zufriedene Weihnachtszeit verbringen. Gerne kommentieren Sie hier im Block und teilen Ihre Erfahrungen mit den anderen Lesern. Oder schreiben Sie mir auch gerne eine persönliche Mail.

Ich grüße Sie für heute herzlich
Gudrun Happich
Ihre Gudrun Happich

 

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Ich wünsche Ihnen an dieser Stelle eine schöne Weihnachtszeit und schon jetzt eine möglichst erholsame und zufriedene Zeit zwischen den Jahren. Gönnen Sie sich Gutes, entspannen Sie und nutzen Sie den ein oder anderen Tipp. Wir lesen uns wieder in 2019.

Bildquelle: ©depositphotos.com #33789933 CITAlliance

 

Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei