Silodenken blockiert digitalen Wandel

Silodenken blockiert digitalen Wandel

Es ist immer wieder erstaunlich, wie stark Theorie und Praxis in vielen Unternehmen divergieren. Obwohl wohl kaum ein Firmenchef den digitalen Wandel und seinen Einfluss auf das tägliche Business ernsthaft in Frage stellt, allerorts geschwärmt wird von den unglaublichen Chancen der digitalen Vernetzung, bleibt in den meisten Unternehmen eine wirkliche digitale Transformation dennoch aus. Warum?

Insel- und Konkurrenzdenken

Mögliche Antworten liefert die spannende Studie des Personaldienstleisters Hays und der Pierre Audoin Consultants: „Von starren Prozessen zu agilen Projekten – Unternehmen in der digitalen Transformation“. Demnach stellt das Insel- und Konkurrenzdenken der Fachabteilungen (72 %) die größte Barriere auf dem Weg in die digitale Organisation dar. Zudem sind die Freiräume für die mit der Digitalisierung verknüpften Change-Maßnahmen begrenzt: Das Kerngeschäft nimmt zu viel Zeit in Anspruch (65 %). Im dynamischen Tagesgeschäft mit seinem hohen Kosten- und Beschleunigungsdruck (67 bzw. 64 %) wird die anstehende digitale Transformation zerrieben.

Frisches Denken gefragt

„Viele Unternehmen diskutieren zwar über den digitalen Wandel. In der Realität dominiert aber noch die alte Welt mit ihren herkömmlichen Sichtweisen, Methoden und Abläufen. Hier ist frisches Denken mehr denn je angesagt, um sich auf den dynamischen Märkten zu behaupten“,

bewertet Christoph Niewerth, Vorstand der Hays AG, die Studienergebnisse.

Vernetzung, Kooperation, Vertrauen, Transparenz – die Digitalisierung mag noch so viele Chancen bieten, solange die Top-Ebenen in Unternehmen diese Werte nicht zulassen und bewusst fördern, wird der Wandel nicht gelingen.

Der Wandel muss zunächst in den Köpfen der Menschen stattfinden!

Ihre Gudrun Happich

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