Personalführung: Bewertung oder Förderung?

Der Leistungsträger - Blog

Rund 70 Prozent der Unternehmen nutzen laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Mitarbeitergespräche als Instrument der Personalentwicklung. In sechs von zehn Unternehmen in Deutschland gibt es zudem derzeit nach dem Vorbild von US-Konzernen wie General Electrics Leistungsbeurteilungen. Oft hängt von ihnen die Gehaltseinstufung der Mitarbeiter ab.

Keine Mitarbeiter-Benotungen mehr

Aktuell allerdings werden in immer mehr Personalabteilungen diese Leistungsbewertungssysteme in Frage gestellt. Hemmen sie die Mitarbeiter am Ende mehr, als dass sie Ansporn sind? Der Softwarekonzern SAP hat jetzt angekündigt, dass er ab kommendem Jahr keine Mitarbeiter-Benotungen mehr durchführen wird. Hier können Sie einen Artikel zu dem Thema nachlesen.

Förderung und Dialog

Die Begründung des Personalleiters: Das System schüre nicht nur Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern und erzeuge ungesunden Druck. Seine Statik – Zielvereinbarung zu Jahresbeginn, im Sommer Zwischengespräch und zum Jahresabschluss schließlich die Beurteilung – passe einfach nicht mehr zur dynamischen Arbeitswelt. Stattdessen will SAP jetzt in kürzeren Abständen Feedbacks zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, also kontinuierlicher Dialog und Förderung statt Benotung.

Ich finde ja, das klingt sehr schlüssig. Wie ist Ihre Meinung zu Leistungsbeurteilungen? Ich freue mich über Ihre Kommentare!

Ihre Gudrun Happich

 

 

Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei

CIO
Harvard Business Manager