Der Leistungsträger - Blog

Wenn Sie über Frauen in Führungspositionen nachdenken, was ist das Erste was Ihnen einfällt? Frauenquote?  Feminismus? Gläserne Decke? Männliche Frauen in Führungspositionen? Diversity? Müsste es mehr von geben? Erfolg? Den Frauen gehört die Zukunft? Frauennetzwerke?

Welche Rolle spielt das Thema Frauen in Führungspositionen überhaupt?

Über Frauen in Führungspositionen gibt es relativ wenig Informationen. Wenn ich Google befrage, werde ich überwiegend auf Frauennetzwerke verwiesen oder aber es erscheinen Artikel, dass es zu wenige Frauen in Führungspositionen gibt. Und an der Unternehmensspitze sowieso zu wenig Frauen sind. Deutschland hinkt hinterher… liest und hört man… Da ist ja auch was Wahres dran, stellt sich nur die Frage nach dem „Warum“?

Fakten und Trends

Was allerdings auch deutlich wird: „Die Zeiten ändern sich, die Männerdomänen brechen langsam auf und alle wissen, dass es dafür langsam Zeit wird. Doch gemach, ein paar Schwalben machen noch keinen Sommer. Die Muster in den Unternehmen und der Politik sind verfestig und sie sind von Männern gemacht. Dies ist kein Vorwurf, sondern es hat sich so entwickelt. Verhaltensmuster verschwinden nicht in ein paar Jahren von selbst und auch nicht durch den Auftritt von ein paar Frauen in Führungspositionen allein,“, schreibt Dr. Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende der Entega AG im Vorwort von „Führungsfrauen im Blick – Führung im Wandel“.

Wenn Frauen führen – wie sieht das aus? Gibt es einen typisch weiblichen Führungsstil? Führen Frauen anders?

Die kurze Antwort: Sehr verschieden! – „Frauen im Wandel und Führung im Wandel“ kennzeichnet die aktuelle Situation in vielen gesellschaftlichen Feldern in Wirtschaft, Politik, Verwaltung – überall dort, wo Menschen zusammenarbeiten, Entwicklung vorantreiben und gute Ergebnisse erzielen.

Die Rahmenbedingungen und Herausforderungen dabei sind für Frauen vielfältig, spannend und gewinnbringend. Jedoch nicht nur für die Frauen gewinnbringend, sondern auch für gesamtgesellschaftliche Belange, die ein gleichberechtigtes Wirken von Männern und Frauen einfordern. Noch klafft hier eine Lücke, die durch das noch ungenutzte Potential, das viele Frauen repräsentieren, geschlossen werden kann und muss.

Führungsfrauen im Blick – Führung im Wandel

Gemeinsam mit 13 anderen Beratern/Beraterinnen und Coaches arbeite ich seit ca. 10 Jahren im Fachausschuss Mittelstand des DBVC (Deutscher Berufsverband Coaching e.V.) zusammen. Insgesamt entwickeln wir hier speziell auf den Mittelstand zugeschnittene Lösungen und Konzepte.

Dabei haben wir jedoch noch nie gemeinsam frauenspezifische Themen erörtert, obwohl jede von uns das „Frau-Sein“ im Beruf und in der Familie intensiv erlebt und erlebt hat, in Führungsaufgaben der Verschiedenheit von Männern und Frauen begegnet ist und ganz klare Positionen zum „Frau-Sein“ in dieser Gesellschaft vertritt.

Projekt: 7 Autorinnen verfassen 1 Buch

Die Anfrage des EHP-Verlages war ein willkommener Anlass, Erfahrungen auszutauschen und die jeweiligen Haltungen und Positionen zum Thema „Frauen und Führung“ auf ein gemeinsames Ziel hin zu reflektieren. Es wurde schnell deutlich, wie spannend und verschieden die Biografien und Haltungen zu diesem Themenkreis waren und wieviel es dazu zu sagen gibt.

Die Autorinnen von Führungsfrauen im Blick

Und es wurde schnell deutlich, wie wertvoll es ist, auf der Basis sehr unterschiedlicher Positionen und damit sehr verschiedener Perspektiven die Spur zu verfolgen, was verbindend ist, statt um „Wahrheiten“ zu streiten.

Diese Vielfalt wird in den Artikeln lebendig, wenn der Blick von uns Autorinnen sich auf mehr und mehr entwickelnde und artikulierende Potential von Frauen richtet – auch und besonders, wenn es um Führung geht.

Wir Autorinnen werfen einen Blick auf strukturelle und gesellschaftliche Hemmnisse, die einer gleichberechtigen Entwicklung entgegenstehen und darauf, wie diese überwunden werden können. Das Motto „Finde deinen Weg. Mach DEIN Ding – egal ob Du Mann oder Frau oder Queer bist!“ signalisiert die Botschaft, die uns am Herzen liegt.
(übrigens: Sie haben gerade einen Teil der Einleitung des Buches gelesen.)

Das Buch: Führungsfrauen im Blick – Führung im Wandel

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich das Thema Frauen bislang weniger auf dem Schirm. Ich mag diese Diskussionen über „Frauen sind… Männer sind“ nicht. Ich habe oft den Eindruck, dass hier viele Klischees bedient werden. Und meistens geht es weiter mit „Frauen werden benachteiligt, weil sie eine Frau sind und deshalb müssen wir jetzt „kämpfen“, und eine Quote einführen.“  Als Feministin würde ich mich nicht bezeichnen. Dieser „GEGEN etwas sein“-Ansatz entspricht so überhaupt nicht meinem Gedankenmodell. Ich bin eher eine Freundin von „setze Dich FÜR etwas ein!“

Männer – Frauen – Leistungsträger

Außerdem wissen Sie – als treue/r Leser/in meines Leistungsträger-Blogs – das ich mich mit einer bestimmten „Type“ von Menschen beschäftige und zwar den Leistungsträgern. Das sind Menschen, die was bewegen und gemeinsam mit anderen die Zukunft des Unternehmens gestalten wollen. Bei mir spielt dabei keine Rolle, ob es sich um Männer oder Frauen handelt. So wußte ich bei der Anfrage meiner Kolleginnen auch erst nicht so recht in das Thema einzusteigen. Der Aspekt Führung reizte mich aber, und als dann der oben zitierte „Austausch“ begann und es deutlich wurde, dass wir das gleiche Motto verfolgen, hatte ich so richtig Feuer und Flamme gefangen.

Erfahrungsbeispiele und Praxis-Tipps – Frauen in Führungspositionen

Nicht nur in den Medien bin ich als die „Praxis-Tante“ bekannt.  Viele denken bei „Happich“ an die Frau, mit den vielen Erfahrungen und Beispielen aus dem realen Führungsalltag erfolgreicher Karrierefrauen und -männer. Und so ist mein Beitrag in diesem Buch auch ein Erfahrungsbericht aus der Coaching-Praxis.

Es geht darum, in welchen Schritten Beratung und Coaching die Entwicklung der Führungskraft unterstützen kann. Wie bei einem Blick durchs Schlüsselloch werden Sie Zeugin/Zeuge, wenn innerpsychischen Prozesse genau nachgezeichnet, emotionaler Widerstände reflektiert und scheinbar unüberwindbare Hürden bewältig werden.

Sie erfahren, wie feingliedrig oftmals das Thema „Frau-Sein“ betrachtet werden muss, um Klarheit für sich und den eigenen Anspruch zu gewinnen. „Ich komme nicht weiter, weil ich eine Frau bin? Vorurteil oder Realität?“ Die Erfahrungsberichte unter dieser Fragestellung und die gefundenen Antworten bieten zahlreiche Möglichkeiten, mit der eigenen Situation anzudocken und für sich selbst gewinnbringend Strategien zu entwickeln, die zum individuellen, persönlichen Ziel führen.

Achtung: In meinem Artikel erhalten Sie ebenfalls ein paar konkreten Erfahrungsbeispiele von männlichen Führungskräften. Schauen Sie selbst, ob die Wahrnehmung und die Lösungen dort anders sind, als bei Frauen. (Die Fallbeispiele sind natürlich so verfremdet, dass ein Rückschluss auf meine Klienten nicht möglich ist und die Vertraulichkeit gewahrt bleibt.)

Selbstcoaching-Tool zur Standortanalyse

Am Ende meines Beitrages finden Sie ein Selbstcoaching-Tool. Sie erhalten erfolgserprobte Empfehlungen für Ihren Weg an die Spitze und können gleichzeitig einen Selbstcheck durchführen, wo sie schon gut unterwegs sind oder wo Sie noch ein wenig nachbessern dürfen.

Führungsfrauen im Blick – Führung im Wandel

Sicherlich wollen Sie auch Einblick in die anderen Artikel und Autorinnen gewinnen. Daher zitiere ich mal den Umschlagtext des Buches:

„Es umfassender Einblick in alle Bereiche, die in den letzten Jahrzehnten in den Fokus gerückt sind: Führung durch Frauen vs. Führung über Frauen, Selbstzensur vs. Selbstbewusstheit, Erfolg, Karriere, Führungsrollen, Erfolgsfaktoren, ‚Abenteuer Arbeit‘ und ‚Freude an der Arbeit‘ vs. Belastung durch Arbeit, Gesundheitsmanagement und Selbstfürsorge, Familie, weibliche Nachfolge, historischer Wandel von Führungsrollen bei Frauen und Männern, Frauen in Männerorganisationen und Frauen in Männerberufen, Entwicklung von Gender- und Diversity-Managementkonzepten.“

Aus dem Inhalt

  • Friederike Höher: Macht mal Platz, Jungs! Gender- und Diversity-Management
  • Cornelia Seewald: Vital gerangelt. Erfolgsfrauen und ihre individuellen Karrierewege
  • Katrin Kiggen: Wie Frauen ihre Führungsqualitäten durch die Erkenntnis des Unbewussten stärken können
  • Jasmin Messerschmidt: „Bleiben wir unter dem Radar? – oder: Speak up!“ Führungsfrauen in typischen Männerberufen
  • Gudrun Happich: „Ich komme nicht weiter, weil ich eine Frau bin?“ – Vorurteil oder Realität?
  • Birgitta Fildhaut: Führen: Frustqual und Freudenquell. Entscheidungswege von Frauen, die mit ihrer Führungsrolle hadern
  • Britta J. Reinhardt: Lebensentwurf: FUN – FamilienUnternehmensNachfolgerin

Was haben Sie davon? – Ihr konkreter Nutzen

Dieser Band ist eine wertvolle Fundgrube an theoretischem sowie praktischem Wissen und unmittelbar für den persönlichen beruflichen Alltag nutzbar. Die Breite der Themen, die eigenen Erfahrungen, die zahlreichen Interviews und Praxisbeispiele stellen ein Vademecum für Wissenschaft, Ausbildung, Beratung, Unternehmensführung dar – nicht nur für Frauen!

Hurra – die ersten Leserstimmen:

»Die Zeiten wandeln sich, die Männerdomänen brechen langsam auf und alle wissen, dass es Zeit dafür wird
(Dr. Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende der Entega AG, Darmstadt)

»Auf dem Weg zur Hälfte des Himmels in der Arbeitswelt hilft Führungsfrauen im Blick Geschlechterverhältnisse in Organisationen zu verstehen und unterstützt die Entwicklung einer eigenen, lebendigen beruflichen Identität
(Prof. Dr. Heidi Möller, Universität Kassel)

»Die Opferrolle empowert niemanden
(Raffaela Rein, Forbes 50 Women in Tech in Europa 2018, Gründerin Vitalute und CareerFoundry)

»Es wurde ja auch wirklich Zeit, dass sich die Frauen aus der Coaching-Szene dynamisch zu Wort melden!«
(Dr. Astrid Schreyögg, Hg. OSC – Zeitschrift für Organisationsberatung, Supervision und Coaching)

»Frauen und Macht – ein wildes Thema. Ein Buch zur rechten Zeit, um dieses Thema auszuloten und den gesellschaftlichen Wandel sowohl auf individueller als auch gesellschaftlicher Ebene zu begleiten!«
(Roswitha Bocklage, Gleichstellungsstelle für Frau und Mann der Stadt Wuppertal, Sprecherin Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen)

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Zum Abschluß nochmal der Link zum Buch.

Herzliche Grüße

Gudrun Happich

Gudrun Happich

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P.S. Sie sind daran interessiert, wie Sie als Frau in Führung gehen?
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Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei

CIO
Harvard Business Manager