Die eigenen Schatzfelder gliedern - So finden Sie Ihre Berufung, Teil 2

Der Leistungsträger - Blog

Die Suche nach der eigenen Berufung lohnt sich – denn findet man sie, dann kann man Höchstleistung mit Leidenschaft und Leichtigkeit, beruflichen Erfolg und persönliche Erfüllung verbinden. Der erste Schritt ist die Suche nach dem roten Karrierefaden. Wie ich im ersten Beitrag dieser Blog-Reihe beschrieben habe, sind meine Klienten im Führungskräfte Coaching manchmal überzeugt, dass es bei ihnen einen solchen roten Faden nicht gibt. Tatsächlich stellt sich dann häufig heraus: Sie haben nur an der falschen Stelle gesucht.

Schatzfelder sind oft nicht auf Anhieb ersichtlich

Die Besonderheiten oder Schatzfelder, die das eigene, individuelle Potenzial definieren, sind oft nicht auf Anhieb ersichtlich. Es ist sehr wichtig, die eigenen Motive, Werte und Stärken zu kennen (mehr dazu in der Blog-Reihe „Was zählt für Sie wirklich?“) – um seinen einzigartigen Kern freizulegen, muss man aber oft noch ein wenig tiefer vordringen.

Wie finden Sie diese Schatzfelder?

In meiner Praxis als Executive-Coach habe ich verschiedenste Schätze kennengelernt, die ich für Sie in 8 Schatzfelder gegliedert habe. Gehen Sie die einzelnen Bereiche durch und prüfen Sie, ob und welche Ihrer Potenziale sich darin verbergen. Natürlich erhebe ich in dieser Gliederung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Möglicherweise sind Ihre Schatzfelder nicht aufgeführt; wahrscheinlich bringt die Auseinandersetzung mit der Gliederung Ihnen aber neue Erkenntnisse, wo diese liegen!

  • Schatzfeld 1: Themen, Wissensgebiete, Interessen
    Leitfragen: Gibt es ein Thema, in dem Sie sich besonders gut auskennen? Worüber reden Sie gerne, wenn Sie mit jemandem zusammen sind? Wann hören Sie sofort zu?
  • Schatzfeld 2: Prozesskompetenz
    Leitfragen: Gibt es einen Prozess, den Sie besonders gut beherrschen, oder eine Abfolge von bestimmten Aktivitäten, die Sie besonders gut beherrschen?
  • Schatzfeld 3: bestimmte Aktivitäten, Aufgaben, Tätigkeiten
    Leitfragen: Gibt es eine Tätigkeit oder Aufgabe, die Sie besonders gut beherrschen?
  • Schatzfeld 4: Prägungen, Kulturerfahrungen
    Leitfragen: Welche familiären Besonderheiten fallen auf, wenn Sie sich systematisch mit den Berufen und Eigenheiten Ihrer Familienmitglieder und Vorfahren auseinandersetzen?
  • Schatzfeld 5: bestimmte Menschentypen, Lieblingsgruppen
    Leitfragen: Gibt es eine bestimmte Menschengruppe, mit der Sie besonders gut können? Was sind Ihre Lieblinge? Welchen Menschen stiften Sie einen besonders großen Nutzen?
  • Schatzfeld 6: Lieblingsumfeld
    Leitfragen: Gibt es ein Umfeld, in dem Sie sich besonders wohl fühlen? Wie muss es gestaltet sein? Was ist hier das Besondere?
  • Schatzfeld 7: Lieblingsrollen
    Leitfragen: Welche unterschiedlichen Rollen haben Sie schon eingenommen? Gibt es darunter Rollen, die Ihnen besonders Spaß gemacht haben?
  • Schatzfeld 8: Geniale Kombination
    Leitfragen: Können Sie zwei oder mehr Ihrer Motive, Werte oder Eigenschaften so kombinieren, dass daraus eine besondere Stärke entsteht?

Ein Muster entdecken

Versuchen Sie, ein Muster zu entdecken! Solange sich einzelne Elemente nicht zu einem stimmigen Ganzen fügen (ein roter Faden sichtbar wird), sind Sie noch nicht am Ende der Schatzsuche angelangt. Dann sollten Sie noch tiefer graben.

Wenn Sie nun Klarheit über Ihre Schatzfelder haben, können Sie eine Vision Ihrer beruflichen Idealposition entwickeln. Mehr dazu im nächsten Beitrag dieser Blog-Reihe!

Ihre Gudrun Happich

Sie wollen tiefer in das Thema einsteigen? In Kapitel 10 und 11 meines neuen Führungskräfte-Ratgebers „Was wirklich zählt!“ erfahren Sie alles über die Methoden, mit denen Sie zu Ihrer Berufung finden.

 

Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei

CIO
Harvard Business Manager