Pressespiegel

Karriereplanung – keine Hektik, bitte!

detektor.fm, Januar 2018

Es muss sich was ändern, im alten Job fehlt was, man fühlt sich nicht wertgeschätzt, es geht nichts vorwärts oder etwas anderes passt nicht. Allzu oft neigen wir in unserer Karriereplanung dazu, überstürzt zu reagieren. Davor schützen interessanterweise weder Erfahrung noch Alter.

Karriereplanung – Hauptsache weg

Ich hatte in meinen Executive Coachings viele Klienten – mit allen Wassern gewaschene Führungskräfte und Unternehmenslenker –, die in ihrer aktuellen Position aus unterschiedlichsten Gründen sehr unzufrieden waren. Oft waren sie eingangs völlig überzeugt davon, ihr Unternehmen verlassen zu wollen. Nach dem Motto: Hauptsache weg – der Rest wird sich schon zeigen. Nicht gerade eine durchdachte Karriereplanung.

Was wird sich woanders ändern?

Interessanterweise begann die Überzeugung unbedingt weg zu müssen, im Lauf des Coaching-Prozesses bei fast allen Klienten zu bröckeln. Und am Ende blieben fast alle bei ihrem Unternehmen. Was war passiert? Sie hatten den Blick für die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten bei ihrer Karriereplanung verloren. Wenn dieser wieder geschärft wird, sind große Schritte im Äußeren oft gar nicht nötig. Stattdessen ist „innere Arbeit“ angesagt. Also: Was kann ich selbst tun, um die Situation zu verbessern?

Reset nötig?

Das soll nun nicht heißen, dass manchmal nicht auch eine komplette Neuorientierung der Karriereplanung, sozusagen ein Reset nötig und sinnvoll ist. Es gehört zu meinen tiefsten Überzeugungen, dass jeder Mensch das Recht hat ein erfolgreiches und erfülltes Leben zu führen. Dazu gehört, dass er eine berufliche Position hat, die seinen Ressourcen und Wünschen entspricht. Manche sind wirklich am falschen Platz – oft weil sie sich in ihrer Karriereplanung immer nur am Außen und nicht an den eigenen Talenten und Werten orientiert haben. Dann lautet meine Empfehlung, einen Neustart zu wagen – egal, in welchem Alter. Allerdings sollte man auch dann keine Hektik aufkommen lassen und nicht wieder den gleichen Fehler machen. Stattdessen sollte man die Karriereplanung diesmal wirklich an der eigenen Person orientieren.

Hören Sie sich zu diesem Thema doch das Interview mit mir bei detektor.fm an. Ich freue mich über Ihre Meinung und Ihr Feedback!

 

Ihre Gudrun Happich

 

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