Pressespiegel

Anlässe für ein Executive Coaching

Coaching Magazin, November 2017

Wenn Führungskräfte oder Unternehmenslenker zu mir ins Executive Coaching  kommen, hat das ganz unterschiedliche Gründe: Vorbereitung auf eine neue Position, etwa auf einer höheren Führungsebene, Implementierung moderner Führungsstrukturen, Neu-Positionierung des Unternehmens, Verbesserung einzelner Führungsqualitäten – um nur einige der „offiziellen“ Coaching-Anlässe  zu nennen.

Executive Coaching – zwei Ebenen

Warum schreibe ich „offiziell“? Weil hinter dem eigentlichen Coaching-Anlass oft noch andere Themen liegen, die für Leistungsträger gar nicht so leicht zu akzeptieren sind: Einsamkeit, Ohnmacht, Überforderung, Selbstzweifel, Unklarheit, Unsicherheit. Diese persönlichen Themen sind im Executive Coaching oft genauso wichtig wie die offiziellen Einstiegsthemen. Wir sind nun mal keine zweigeteilten Wesen – hier Beruf, dort Privat. Führung ist daher stets auch ein persönliches Thema. Dieses Grundprinzip basiert auf dem integralen Vier-Quanten-Modell von Ken Wilber, auf dem wiederum das Buch „Reinventing Organizations“ von Frederic Laloux beruht.

Das Mindset der Schlüsselfiguren

Dies ist ein Punkt den meiner Erfahrung nach viele Unternehmen unterschätzen. In vielen Organisationen wird zum Beispiel derzeit versucht so etwas wie eine moderne Führungskultur zu etablieren. Oft erschöpft sich das aber im Ausprobieren neuer Führungsmethoden wie Agilität, die dazu führen sollen, dass schnellere und bessere Ergebnisse erzielt werden. In der Regel funktioniert das nicht oder nur kurzfristig, obwohl oft viel Geld in aufwendige Beratungsmaßnahmen gesteckt wurde. Warum? Weil das Mindset der Schlüsselfiguren sich nicht verändert hat.

Der Minimumfaktor im Executive Coaching

Wenn die Spitze eines Unternehmens einen Wandel nur halbherzig vorantreibt – sei es aus Angst vor Machtverlust, aus Misstrauen oder anderen Gründen –, dann wird er nicht gelingen. Anders herum: Wenn Unternehmenslenker, Vorstand, oberste Führungsebene wirklich überzeugt sind von einer Transformation, dann hat sie Erfolg. Wie so oft ist hier die Natur der beste Lehrmeister. Das Wachstum einer Pflanze wird durch die im Verhältnis in geringster Menge vorhandene Ressource begrenzt. Oder anders ausgedrückt: Wenn man diesen sogenannten Minimumfaktor (nach Agrarwissenschaftler Carl Sprengel) steigert, erhält man mit dem kleinsten Aufwand die größte Wachstums- oder Ertragssteigerung.

Nach meiner Erfahrung lässt sich dies zu 100 % auf Unternehmen übertragen. Der Minimumfaktor ist hier das Mindset, die Überzeugung der Schlüsselfiguren. Mehr zu Anlässen im Executive Coaching können Sie in meinem kürzlich erschienenen Artikel dazu nachlesen.

Ihre Gudrun Happich

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