Pressespiegel

Frauen im Top-Management

herMoney, Oktober 2017

Letzte Woche konnten wir in den Medien lesen, dass Frauen, die in DAX-Vorstandsetagen arbeiten, erstmals mehr verdienen als ihre männlichen Kollegen. Das ergibt sich aus dem jährlichen Vergütungsbarometer des Beratungsunternehmens EY. Freilich darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frauen im Top-Management immer noch sträflich unterrepräsentiert sind.

Frauen im Top-Management – eine Minderheit

Vor Kurzem ist in dem unabhängigen Finanzforum „hermoney“ ein Interview mit mir zum Thema „Frauen im Top-Management“ erschienen. Eigentlich denke ich über dieses Thema wenig nach, da es für mich schlicht keine Rolle spielt. Ich habe im Executive Coaching beide Geschlechter als Klienten. Wobei die Mehrzahl schlicht durch die Tatsache, dass nur jede 5. Führungsposition durch eine Frau besetzt ist, Männer sind.

Eine „natürliche“ Karrierebremse

Im Interview wurde ich gefragt, warum es aus meiner Sicht immer noch so wenig Frauen im Top-Management gibt. Sicher liegt das an einer seit Jahrhunderten männlich dominierten (Unternehmer)-Welt mit ihren ganz eigenen Spielregeln. Ich denke aber nicht, dass Frauen dies als „natürliche“ Karrierebremse akzeptieren müssen. Im Gegenteil: Wenn in einer Frau die Überzeugung fest verankert ist, dass sie wegen ihres Geschlechts ohnehin immer benachteiligt sein wird, dann wird dies auch passieren. Ich habe diese Fälle der selbsterfüllenden Prophezeiung in allen möglichen Varianten erlebt.

Frauen, macht Eure eigenen Regeln

Stattdessen würde ich Frauen, die ins Top-Management wollen, raten, sich gar nicht erst auf die Regeln des „Jungs-Spiels“ einzulassen. Immer wieder lese ich in Artikeln, dass Frauen genauso „hart“ und dominant führen können wie Männer. Aber ist das wirklich das Ziel? Die Spielregeln der männlichen Unternehmerwelt nachzuahmen? Frauen, macht Eure eigenen Regeln!

Soziale Kompetenz

Moderne Führungskräfte brauchen soziale Kompetenz, hervorragende Kommunikationsfähigkeit – Eigenschaften, die gerne als typisch weiblich bezeichnet werden. Wobei ich den Geschlechterklischees ja eher skeptisch gegenüberstehe. Grundsätzlich denke ich, dass jeder – egal, ob Frau oder Mann –, der sich auf seine Stärken besinnt und seinen eigenen Weg sucht und geht, erfolgreich ist. Das Interview „Geschlecht als Karrierebremse ist vorgeschoben“ können Sie bei „herMoney“ nachlesen.

Ihre Gudrun Happich

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