Pressespiegel

Boomerang Hiring – Niemals geht man so ganz

t3n-Magazin, September 2017

Wenn eine Liebesbeziehung richtig gut war und dann in die Brüche geht, trauert man ihr ja gerne mal längere Zeit hinterher und überlegt sich, ob die Trennung richtig war. Nicht viel anders ist das, wenn ein wirklich gutes Arbeitsverhältnis endet. Mitarbeiter, die gehen, stellen manchmal nach einiger Zeit fest, dass es woanders auch nicht besser oder sogar viel schlechter ist.

Recruiting-Trend Boomerang Hiring

Und Unternehmen tun sich im heutigen „War for Talents“- Zeitalter schwer damit, den Verlust von wirklich guten Leistungsträgern auszugleichen. Gemäß der Studie „Recruiting Trends 2017“ der Universität Bamberg befürchten rund 1000 der größten Unternehmen in Deutschland, dass sie 2017 ein Drittel der freien Stellen nur schwer besetzen können. Besonders düster sieht es in der IT-Branche aus.  Nicht zuletzt deshalb ist das „Boomerang Hiring“ einer der Recruiting-Trends der Stunde. Gemeint ist damit, dass Arbeitgeber gute Mitarbeiter, die gekündigt haben, wieder aktiv zurückzuholen versuchen oder ihnen vor vornherein die Rückkehr-Tür ganz weit offenlassen.

Wertschätzung als Schlüssel

Eine Journalistin des t3n-Magazins für digitales Business – digital Pioneers hat mich zu diesem spannenden Thema befragt. Unten finden Sie den Artikel „Bitte komm zurück“ als PDF zum Nachlesen. Wie so oft spielt hier das Thema Wertschätzung eine entscheidende Rolle. Unvergessen ist mir die Geschichte eines unglaublich engagierten und talentierten IT-Managers, die er mir im Executive Coaching erzählte. Er hatte Jahre für ein Unternehmen sein höchstes Leistungspotenzial abgerufen. Nachdem er mehrfach mit seinem Wunsch auf Weiterentwicklung auf taube Ohren gestoßen war, wechselte er zu einem Mitbewerber. Er fühlte sich weder gesehen noch gehört. Eigentlich tragisch, denn wenig später lernte ich seinen Ex-Arbeitgeber kennen, der ihn über alle Maßen lobte – es ihm aber selbst so niemals vermittelt hatte. In diesem Fall wäre der Weg zurück für meinen Klienten nicht möglich gewesen, weil die Kommunikation während der Zusammenarbeit einfach nicht funktioniert hat.

Also, liebe Unternehmenslenker und Führungskräfte, sprecht mit Euren besten Mitarbeitern, zeigt ihnen, was Ihr an ihnen habt – und zwar nicht erst, wenn sie auf dem Absprung sind.

Ihre Gudrun Happich

 

 

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