Der Leistungsträger - Blog

Dass es im Top-Management sehr politisch zugeht, ist kein Geheimnis. Doppelbödige, indirekte Kommunikation, das Knüpfen von Interessen-Allianzen, über Bande spielen und Intrigen – das alles ist in der obersten Konzernebene eher die Regel als die Ausnahme. Ich habe schon so manche gestandene Führungskraft erlebt, die nach ihrem Aufstieg an die Unternehmensspitze eine Art Kulturschock erlebt hat.

Politische Diskussionen – ja oder nein?

Als mich vor Kurzem ein Wirtschaftsredakteur anrief und meine Meinung zu politischen Gesprächen am Arbeitsplatz wissen wollte, dachte ich daher zunächst, es ginge um das Thema „Haifischbecken Top-Management“ – immerhin dreht sich mein Buch „Ärmel hoch!“ genau um dieses Thema. Tatsächlich ging es aber um eine ganz andere Frage: Ist es ok, am Arbeitsplatz parteipolitische Diskussionen zu führen?

Stark polarisierend

Hm, da musste ich erstmal nachdenken. Einerseits ist es ja utopisch, dass so ein gesellschaftlich wichtiges Thema am Arbeitsplatz nicht diskutiert wird. Andererseits ist Parteipolitik (leider) stark polarisierend – das heißt, es besteht die Gefahr, dass das Äußern der politischen Meinung das Beziehungsgeflecht am Arbeitsplatz stark beeinflusst. Problematisch wird das vor allem dort, wo ein Machtgefälle besteht. Daher würde ich mit diesem Thema wirklich sehr vorsichtig umgehen und mich am Arbeitsplatz dazu eher bedeckt halten. Hier können Sie meinen Kommentar dazu in den VDI-Nachrichten nachlesen.
Wie ist Ihre Meinung dazu?
Ihre Gudrun Happich
Fotoquelle: © iStock

Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei