Der Leistungsträger - Blog

Und wieder ein spannender Erfahrungsbericht zum Thema, wie moderne Führung in der Praxis gelingen kann. T-Mobile Niederlande – ein Unternehmen mit 1600 Mitarbeitern –, bislang klassisch hierarchisch geführt, wird gerade in eine Netzwerkorganisation umgebaut. In dem Interview Dort arbeiten, wo der Sinn am größten ist verraten der HR-Berater Heiko Fischer und der Vice Presdident HR Labs im Bereich Digital & Innovation bei der Deutschen Telekom, Marcus Schlobach, die Gründe für diese Transformation und was aus ihrer Sicht für das Gelingen nötig ist. Ich habe für Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Vom klassischen Unternehmen zur Netzwerkorganisation – die Erfolgsfaktoren

  • Durch den Umbau will man näher am Menschen, am Kunden wie am Mitarbeiter, sein, schneller und flexibler agieren können. Ganz wichtig finde ich, was Heiko Fischer sagt: „Wenn so ein Wandel nur von Profit getrieben ist, versandet er irgendwann beziehungsweise geht über ein gewisses Stadium nicht hinaus, weil sich vor allem das Mindset der Führungskräfte nicht verändert.
  • Mitarbeiter sollen sich künftig immer wieder neu zu selbstorganisierten Teams zusammenfinden – und zwar genau dort, wo sie sich ihrer Ansicht nach am besten einbringen können. Die Möglichkeit, dort zu arbeiten, wo der Sinn am größten ist, wird als Hochleistungsfaktor gesehen
  • Wie gehen die Mitarbeiter mit der Eigenverantwortung und die Führungskräfte mit dem Einfluss- und Übersichtsverlust um? Heiko Fischer: “Es braucht einen Rahmen, ohne dem Mitarbeiter genau zu sagen, was er zu tun hat. Das ist die wesentliche Aufgabe eines Managements: keine Anweisungen mehr an die Mitarbeiter zu geben, sondern Intentionen.”
  • Diesen Rahmen schafft die richtige Technologie. Damit erhalten Führungskräfte Transparenz über autonom arbeitende Teams
  • Der Unternehmenszweck muss klar definiert und jedem Mitarbeiter muss sein Beitrag dazu klar sein
  • Die Mitarbeiter werden in jeden Schritt des Veränderungsprozesses – zum Beispiel auch die Umgestaltung des Vergütungssystems –  aktiv einbezogen
  • Eine solch tiefgreifende Veränderung geht auch mit einer personellen Fluktuation einher, die man akzeptieren muss

Was denken Sie: Wird die Transformation gelingen? Ich denke, die Chancen stehen gut!

Ihre Gudrun Happich

Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei