Umfrageergebnisse: Führungsherausforderungen 2015

Umfrageergebnisse: Führungsherausforderungen 2015

Zunächst vielen Dank an alle, die an meiner jährlichen Umfrage zu den wichtigsten Führungsherausforderungen teilgenommen haben. In diesem Blog fasse ich für Sie die wichtigsten Ergebnisse zusammen.

Zunehmende Komplexität

Für die meisten Teilnehmer der Umfrage – rund 70 % – waren die immer komplexer werdenden täglichen Aufgaben die größte Herausforderung im Führungsalltag 2015. Gegenüber der Vorjahresumfrage bedeutet das nochmal eine deutliche Steigerung. Dass Planbarkeit immer schwieriger wird, dies aber trotzdem „von oben“ erwartet wird, erleben 56,1 % der Umfrageteilnehmer als große Belastung. Neu im Ranking der Top 3 Führungsherausforderungen: der Mangel an fähigen Mitarbeitern, die eigenverantwortlich handeln (40,4 %).  Viele der Umfrageteilnehmer beklagen zudem, dass es in ihrem Unternehmen an Strategie und Struktur mangelt. In der sich stark verändernden Arbeitswelt wächst der Wunsch nach Klarheit und Ordnung.

Eigene Weiterentwicklung

Die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer (80,3 %) will sich selbst weiterentwickeln, um die Führungsherausforderungen zu lösen oder sich mit Gleichgesinnten im Unternehmen zusammentun, um etwas zu ändern (59 %). Nur 34 % spielen mit dem Gedanken den Arbeitnehmer zu wechseln. Das finde ich sehr spannend, denn in einer Umfrage des Galileo. Instituts aus dem Jahr 2012 setzten noch rund 58 % der Führungskräfte auf die Lösung „Arbeitgeberwechsel“. Hier hat sich anscheinend die Erkenntnis durchgesetzt, dass es woanders nicht unbedingt besser ist. Die meisten Befragten favorisieren als Unterstützungsmöglichkeit Einzelcoachings mit Schwerpunkt Sparrings-Partnerschaft.

Ihre Gudrun Happich

2 Kommentare

  1. Hallo Frau Happich,

    der Mangel an fähigen Mitarbeitern, die eigenverantwortlich handeln, ist ja eigentlich keine Überraschung. Immer häufiger hört man in den letzten Jahren den „Aufschrei zum Fachkräftemangel“. Die Arbeitslosenquoten sinken auch entsprechend. Man kann einfach nicht mehr aus dem Pool schöpfen, den man noch vor 10 Jahren hatte.

    Umso besser ist es nun, dass dies nun auch mit weiterem Zahlenmaterial belegt ist.

    Liebe Grüße

    • Gudrun Happich

      Hallo Herr Behr,
      besten Dank für Ihren Kommentar. Sie haben volkommen Recht: Entwicklungen, die uns eigentlich schon lange, lange klar, benötigen manchmal sehr lange, bevor sie im „Bewusstsein“ der Verantworltichen angekommen sind.
      Herzlichen Gruß
      Gudrun Happich

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