Zukunft von Führung gestalten

Zukunft von Führung gestalten

Vor kurzem habe ich an einem sehr interessanten Workshop teilgenommen; ich habe so viel Inspiration und Ideen daraus mitgenommen, dass ich Sie sehr gerne daran teilhaben lassen möchte. Der Online-Workshop fand statt im Rahmen des Bundesworkshops Gute Führung. Hier gibt es mehr Informationen dazu. Einer der Gründerväter dieser tollen Initiative war der von mir sehr geschätzte und leider viel zu früh verstorbene Peter Kruse.

Umgang mit Widersprüchen

Das Thema meines Online- Workshops hieß „Umgang mit Widersprüchen“.  Wir diskutierten insgesamt 4 Fragen:

  1. Wie können Führungsprinzipien trotz Widerständen ins Alltagshandeln
    überführt werden?
  2. Wie kann die Führungskraft zwischen Zielvorgabe und Beteiligungswünschen moderieren?
  3. Wie viel Sicherheit/Orientierung müssen Führungskräfte trotz angestrebter Freiräume geben?
  4. Wie gehen Führungskräfte mit eigener Verantwortung und der Eigenverantwortung der Mitarbeiter um?

Netzwerk-Intelligenz

Alle 19 Teilnehmer konnten dazu ihre Meinung und Ideen formulieren, die dann nach und nach auf dem Bildschirm zu sehen waren. Die Moderatorin hatte uns vorab in das System eingeführt und dazu angehalten, auch darauf zu achten, was die anderen so schreiben, um Dopplungen zu vermeiden. Anschließend konnten wir die verschiedenen Beiträge bewerten. Sehr spannend für mich, war zu sehen, wie gut das auf Anhieb funktioniert hat und wie inspirierend dieser Online-Austausch mit völlig Fremden war. Netzwerk-Intelligenz aus dem Stehgreif sozusagen.

Bei den Antworten ging es nicht um richtig oder falsch, sondern um die  Sammlung von Sichtweisen von Führungskräften und Führungskräfte-Beratern. Hier die Cluster-Antworten, die am meisten Stimmen bekamen:

  1. Die Authentizität der Führungskraft spielt hier eine Schlüsselrolle: also selbst Vorbild sein und das auch selbst leben, was von den Mitarbeitern eingefordert wird
  2. Diese Frage haben wir unter anderem am Beispiel „Vertrauens- versus Anwesenheitskultur“ diskutiert; gerade in KMU ist es schwierig, die Geschäftsführung davon zu überzeugen, dass heute nicht mehr die Anwesenheit der Mitarbeiter relevant ist, sondern ihr Handeln und die Arbeitsergebnisse. Eine Lösung kann hier sein, sich noch klarer auf Ziele und Ergebnisse zu fokussieren. Dann ist es nicht mehr wichtig wo wer ist. Schlüsselrolle: Vertrauen
  3. Führungskräfte und Mitarbeiter sind im gegenseitigen Lernprozess. Ohne dass auch Mitarbeiter neue Kompetenzen (z.B. Fähigkeit der Selbstdisposition, Eigenverantwortliches Handeln) erwerben, wird  neue Führung nicht gelingen
  4. Wer führen will, muss bereit sein Verantwortung zu übernehmen, Verantwortung abzugeben und Konflikte auszuhalten. Er muss Führungswille haben.

Ihre Gudrun Happich

 

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