Management 1.0.

Management 1.0.

Liebe Leistungsträgerblog-Leser, auch diese Woche habe ich wieder einen spannenden Artikel gefunden, den ich gerne mit Ihnen teilen möchte. Der Autor Lars Vollmer konstatiert in Management von vorgestern zu Recht, dass in den meisten Unternehmen die Führungsorganisation völlig veraltet ist.

Anachronistisches Führungsverständnis

Die Technologie entwickelt sich weiter, die Aufgaben werden immer komplexer, der Markt reagiert unvorhersehbarer, aber es wird immer noch mit dem Führungsverständnis des letzten Jahrhunderts versucht auf die völlig neuen Herausforderungen zu reagieren. Ein seltsamer Anachronismus – aus Unkenntnis, Überforderung, mangelnder Kompetenz?

Hierarchische Organisation wird der Dynamik nicht gerecht

Lars Vollmer findet in seinen Ausführungen ein wie ich finde sehr treffendes Bild der aktuellen Situation in vielen Unternehmen. Er vergleicht das Management mit dem Betriebssystem eines Computers:

„Das heutige Betriebssystem mit seinem tayloristischen Management kann mit dieser Dynamik nicht umgehen. Wenn Sie versuchen, auf ein Betriebssystem von 1911 (Taylors Zeit) neuartige Apps zu laden, dann verlangsamen Sie unweigerlich das komplette System – und bringen es sogar so durcheinander, dass es abstürzt. Immer und immer wieder, weil es schlicht nicht auf die Komplexität der Software ausgelegt ist. (…) Sie können mit der tayloristischen, hierarchischen Organisation nicht der Dynamik in der Welt gerecht werden. Das ist, als würden Sie immer noch Schreibmaschinen verwenden und sich dann wundern, warum es so schwierig ist, damit Twitter-Nachrichten zu schreiben.“

Lösungsstrategien

Wie sieht die Lösung aus? Eine einfache, für alle Unternehmensgrößen und Branchen gültige 08/15-Antwort gibt es dafür sicher nicht. Ich habe in verschiedenen Blog-Beiträgen und Fachartikeln mögliche Strategien angesprochen – von flachen Hierarchien und kleinen, selbstorganisierten Zell-Einheiten bis zum iterativen Führungsstil. Und natürlich gibt es auch viele Unternehmen, die schon mitten drin sind im Wandel – die testen, probieren, wieder verwerfen und sich so Schritt für Schritt auf den Weg zu einer modernen Führungskultur machen. Die Frage ist bloß: Warum sind es so wenige?

Ihre Gudrun Happich

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