Das Ziel erreichen – Bremsklötze identifizieren

Das Ziel erreichen – Bremsklötze identifizieren
Dieser Eintrag ist Teil 1 von 4 aus der Blogreihe Das Ziel erreichen

In den letzten Beiträgen dieser Blog-Reihe zu meinem Anfang des Jahres erschienenen zweiten Buch „Was wirklich zählt“ haben Sie Schritt für Schritt erfahren, was Sie tun können, wenn Sie zwar sehr erfolgreich, aber persönlich unzufrieden sind: von der Bestandsanalyse der Ist-Situation, über die Definition  Ihrer Stärken, dem Finden Ihrer Berufung und dem Umsetzen Ihrer Vision, um so Ihre Idealposition und damit Erfolg und Erfüllung zu finden.

Was tun, wenn es nicht klappt?

Aber was tun, wenn das nicht klappt? Sie haben die Idealposition gefunden, eine Strategie entwickelt, den Handlungsplan entworfen, sind hoch motiviert – und trotzdem scheint irgendetwas Ihr Vorankommen zu lähmen.

Meiner Erfahrung nach sind daran oft innere Bremsklötze schuld. Es handelt sich um tief sitzende Überzeugungen, die wir im Laufe unseres Lebens gebildet oder von anderen Menschen übernommen haben. Welche Strategien gibt es, diese Widerstände zu überwinden, um endlich mit voller Kraft voran zu kommen?

Klassische Glaubenssätze, die zu Karrierekiller werden können, sind z.B.: „Ich kann mich auf andere nicht verlassen.“  „Ich muss stark sein.“  „Ich muss schnell sein.“ „Ich muss nett sein, es den anderen Recht machen.“

5 Schritte, um negative Glaubenssätze auszubremsen

Um für einen negativen Glaubenssatz eine Handlungsalternative zu entwickeln haben sich folgende Schritte bewährt:

  1. Glaubenssatz identifizieren
    Folgende Leitfragen helfen dabei: Was hindert Sie daran, Ihre Pläne zu verwirklichen? Warum können Sie morgen nicht Ihren idealen Tag leben? Was denken Sie als erstes, wenn im Alltag etwas schiefgeht? Was denken Sie in diesem Augenblick über sich selbst?
  2. Glaubenssätze hinterfragen
    Stoßen Sie Ihren Glaubenssatz mit folgenden Fragen vom Wahrheitssockel: Ist das wahr? Ist das wirklich wahr? Ist das so  zu 100 % bewiesen? Was kostet es mich, wenn ich weiter daran glaube? Wie wäre es, wenn ich nicht länger daran glauben würde?
  3. Die Absicht hinter dem Glaubenssatz erkennen
    Gemäß einem Grundgesetz der Natur liegt jedem Verhalten eine positive Absicht zugrunde. Fragen Sie sich also: Welchen Sinn hat dieser Glaubenssatz? Machen Sie sich bewusst, welche positive Absicht hinter dem Glaubenssatz steht, welches Ihrer Motive oder Grundbedürfnisse er sicherstellen möchte.
  4. Glaubenssatz integrieren
    Mit der Frage nach seiner positiven Absicht haben Sie Ihrem Glaubenssatz in gewisser Hinsicht Wertschätzung und Respekt entgegengebracht. So wird es möglich, eine Umgangsform mit ihm zu finden. Formulieren Sie nun eine Alternative zu Ihrem Glaubenssatz, damit Sie ihm eine andere, positive Botschaft entgegensetzen können.
  5. Umgang mit dem Glaubenssatz trainieren
    Auch weiterhin wird der Glaubenssatz zunächst kaum eine Gelegenheit auslassen, sich zu melden. Immerhin kam er ja über viele Jahre in unzähligen Situationen zum Zuge. Taucht der Glaubenssatz auf, kommt es darauf an, ihn wahrzunehmen und freundlich, aber bestimmt in seine Schranken zu weisen–und dann die Alternative mit der positiven Botschaft zu wählen. Bis das zuverlässig gelingt, braucht es in der Regel eine längere Trainingsphase.

Mehr zum Thema Glaubenssätze erfahren Sie in Kapitel 15 meines Führungskräfte-Ratgebers „Was wirklich zählt“. Im nächsten Beitrag dieser Blog-Reihe erfahren Sie, was Sie tun können, wenn Sie mit Ihrer Vision an äußeren Bedingungen zu scheitern drohen.

Ihre Gudrun Happich

[WWZ vor Erscheinungsermin]
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