Karriere im Top-Management II – nicht für jeden ein Traum

Karriere im Top-Management II – nicht für jeden ein Traum
Dieser Eintrag ist Teil 2 von 2 aus der Blogreihe Karriere im Top-Management

Wer ins Top-Management aufsteigt, muss damit rechnen, dass ganz andere Qualitäten gefragt sind, als auf den anderen Führungsebenen (erster Teil der Blog-Reihe). „Wenn ich ganz oben bin, habe ich es geschafft“, denken viele karrierebewusste Menschen. Top-Management verbinden sie mit Freiheit, Gestaltungsmöglichkeiten, Macht und Einfluss. Das stimmt auch auf der einen Seite – und doch ist dieses Bild trügerisch.

Was ist der Preis?

Für den Karriereschritt nach ganz oben zahlt man in jedem Fall einen Preis, den man sich bewusst machen sollte! Ich habe einen CIO erlebt, der nach seinem Abschied eine ganz neue Qualität seines Privatlebens erfahren durfte: „Ich bin jetzt fast immer schon um 18 Uhr zu Hause und kann mit meiner Frau unter der Woche etwas unternehmen, das ist wunderbar.“ Gleichzeitig blickte er voller Stolz auf sein erfülltes Berufsleben zurück. Ein anderer Klient, der sich durch das Angebot eines Vorstandspostens zu einem Konkurrenzunternehmen locken ließ, musste feststellen, dass das Top-Management nicht seine Welt ist. Letztlich war er ein Mann der Linie, dessen Stärke darin lag, mit seinem Mitarbeiterteam ehrgeizige Abteilungsziele zu erreichen.

Traum oder Albtraum

Das Karriereziel Topmanagement kann beides sein – Traum oder Albtraum. Lassen Sie sich nicht von äußeren Einflüssen leiten – dem hohen Gehalt, dem Renommee und der Strahlkraft einer Stelle, „die man auf keinen Fall ausschlagen darf“. Das gilt umso mehr, wenn es um die hierarchisch höchste Position geht. Doch selbst da, oder vielmehr gerade da, sollte der Grundsatz gelten: Halten Sie inne, wenn Sie Erfolg haben wollen. Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken, und suchen Sie dann den für Sie richtigen Platz. Dieser kann im Topmanagement sein –  muss es aber nicht.

Liebe Leistungstraeger-Blog-Leser, ich wünsche Ihnen allen ein wunderbares Weihnachtsfest, entspannte Festtage und einen guten Start ins Jahr 2014! Ich melde mich hier im Blog am 2. Januar zurück und freue mich, wenn Sie wieder dabei sind!

Ihre Gudrun Happich

 

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2 Kommentare

  1. Hallo Gerrit, sehr weise Sprüche, die du hier veröffentlicht hast. Nur sollte man es vielleicht so sehen, dass der Titel an sich nicht schwindet, sondern deren Bedeutung. Viele Grüße Algovia

  2. Diesem Beitrag kann ich nur zustimmen. Dazu fällt mir ein deutsches Sprichwort ein:

    „Wer höher steigt, als er sollte, fällt tiefer, als er wollte.“

    Deswegen sollten wir uns mehr auf unsere Stärken, als auf unseren Titel achten. Denn der kann bei einer falschen Entscheidung schnell schwinden.

    „Was rühmst du deinen schnellen Ritt? Dein Pferd ging durch und nahm dich mit.“ [Emanuel Geibel (1815 – 1884), deutscher Lyriker und Dramatiker]

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