Coach, guter Coach oder exzellenter Coach?

Coach, guter Coach oder exzellenter Coach?

Was zeichnet einen sehr guten Coach aus? Diese Frage gibt es so lange wie den Coachingmarkt selbst. Dass die Antworten darauf durchaus unterschiedlich ausfallen können, zeigt eine aktuelle Pressemeldung. Die Stiftung Warentest untersuchte im September Coaching-Ausbilder und entwickelte Kriterien für – aus ihrer Sicht – qualifizierte Business-Coach-Ausbildungen.

Die Qualifizierungsanforderungen im Test sind aber nur die eine Seite. Was bei der Herangehensweise der Tester fehlt, ist der Blick auf die späteren Bedürfnisse des Auftraggebers. Der Erfolg im Coaching hängt wesentlich davon ab, dass die Anforderungen von Klient und Coach zusammen passen.

Auswahlkriterien

Ich empfehle Ihnen deshalb, vor der Coach-Suche Auswahlkriterien zu entwickeln. Wofür soll der Coach genau eingesetzt werden und mit welchen Führungsebenen wird er arbeiten? Genauso hilfreich ist es, zu wissen, für welche Tätigkeitsgruppen und für welche Anlässe er gebraucht wird – ob beispielsweise für Führungsthemen oder Selbstmanagement.

Anforderungen an den Coach

Sie als Führungskraft oder als Personalentwickler können dann die Anforderungen definieren, die für Sie entscheidend sind. Hat der Coach Führungserfahrung  oder Erfahrung in Ihrer Branche oder Berufsgruppe? Weitere Punkte sind die Coachingerfahrung, die passende Ausbildung für die gestellte Aufgabe, die Persönlichkeit und Arbeitsweise des Coaches. Um die Wahl des gewünschten Coaches intern durchzusetzen, sollten Sie auch klären, welche Nachweise der Coach erbringen muss, wie beispielsweise Zertifikate oder Referenzen.

Effiziente Coach-Suche

So haben Sie für sich geklärt, welche speziellen Anforderungen Sie haben. Mit diesem Wissen müssen Sie Ihren passenden Coach nicht mehr als Nadel im Heuhaufen suchen. Sie werden bei Ihrer Suche schnell feststellen, dass nur wenige Anbieter Ihren Anforderungen entsprechen.

Fazit: Zu wissen, was Sie wollen und brauchen, verkürzt die Suche und gibt Ihnen Sicherheit, den exzellent passenden Coach zu beauftragen.

Ihre Gudrun Happich

Mehr über den empfohlenen Weg zur Coach-Auswahl lesen Sie in meinem Fachartikel „Die Nadel im Heuhaufen finden“.

2 Kommentare

  1. Liebe Frau Happich,
    ich habe mir auch diesen Test durchgelesen und fand ihn zwar generell interessant- aber viel ausgesagt hat er meiner Meinung nach nicht. Denn die Kriterien waren zwar auf der Testerseite festgelegt- aber, wie sie es auch beschrieben haben- sind die Coachingausbildungansätze auch unterschiedlich. Welche Ausbildung bildet für welche Zielgruppe aus. Wo liegen die Schwerpunkte, was will der werdende Coach damit machen und wie wird die Ausbildung umgesetzt. Es spielt auch immer eine Rolle, wie die Ausbildungsgruppe selbst zusammen gesetzt ist. Wenn es eine aktive Teilnehmergruppe ist, kann auch eine kürzere Ausbildungsdauerer sehr effektiv sein. Mehr als eine rein konsumierende Gruppe bei mehr Anwesenheitsstunden.
    Was mich auch etwas gestört hat war die Aussage, dass keine Ausbildung einen fertigen Coach „produiziert“ hat. Das verwundert mich doch sehr, da ich gerne eine Ausbildung sehen möchte, nach der man bei erfolgreichem Abschluss Profi ist. Das gibt es nicht. Jeder braucht nach der Aubsildung praktische Erfahrungen um besser zu werden, um seine Zielgruppe zu finden und sich selbst zu definieren.
    Deshalb stimme ich ihnen hier auch voll zu- es kommt auch immer darauf an, was der Coachee benötigt und sucht. Möchte er entlang des Otto Scharmer „U“`s entlangeführt werden, möchte er NLP? ODer benötig er „einfach“ eine kompetente Unterstützung, die auf der persönlichene Ebene zu ihm passt ?

    Liebe Grüße aus Berlin

    • Gudrun Happich

      Lieber Herr Jannasch,

      vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Ja, ich hätte eigentlich auch gedacht, das „man“ mit dieser Auswertung anders umgeht, so nach dem Motto: Oh, da hat jemand mal wieder etwas untersucht. Doch ich nehmen wahr, dass diese Meldung wirklich sehr sehr breite Wirkung hat und sogar einige Verbände überlegen, ob Sie mit der Stiftung Warentest ein wenig „enger“ zusammenrücken wollen. Na, schauen wir mal, wo das alles noch so hinführt. 🙂

      Lieben Gruß nach Berlin

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