Der Leistungsträger - Blog

Dieser Eintrag ist Teil 2 von 4 aus der Blogreihe Wie Sie ein Netzwerk aufbauen

Aufbau und Pflege von Beziehungen kosten viel Zeit. Sie sollten daher mit Blick auf ein klares Ziel ein strategisches Netzwerk aufbauen.

  • Schritt 1: Ziel festlegen und Zielgruppe definieren.
    Die erste Frage lautet: Was habe ich vor? Legen Sie ein klares Ziel fest – und überlegen Sie dann, welche Kontakte wichtig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Wenn Sie zum Beispiel eine neue Position anstreben, benötigen Sie Kontakte in den Bereich oder in die Hierarchieebene, wohin Sie wechseln wollen. Das können Ihre zukünftigen Chefs, Kollegen oder Kunden sein. Nicht zuletzt geht es auch darum, dass Ihre künftige Zielgruppen Sie kennenlernt.
  • Schritt 2: Überblick über das bestehende Netzwerk gewinnen.
    Über welche Kontakte verfügen Sie bereits? Wie sieht Ihr aktuelles Netzwerk aus?
  • Schritt 3: Das Netzwerk gezielt ergänzen.
    Können Sie bestehende Beziehungen für Ihr Ziel nutzen? Welche brachliegenden Kontakte sollten aufgefrischt oder intensiviert werden? Welche Personen, die Sie weniger mögen, sollten Sie dennoch kontaktieren? Wenn jemand für Ihr Vorhaben wichtig ist und Sie ihm etwas bieten können, kann eine Kooperation durchaus sinnvoll sein – Sie müssen ihn dafür ja nicht lieben.
    Oft führt der indirekte Weg, das über die Bande spielen, zum Erfolg. Wenn Sie aus Ihrer Zielgruppe noch niemanden direkt kennen – vielleicht gibt es ja unter Ihren Kontakten jemanden, der diese Zielgruppe kennt? Falls nein: Kennen Sie jemanden, über den Sie jemanden kennenlernen könnten, der die Zielgruppe kennt? Verabreden Sie sich mit ihm, vielleicht gehen Sie mit ihm essen, zum Beispiel mittags in der Firmenkantine. Holen Sie vor dem Treffen einige Informationen über den anderen ein. Was denkt er über Sie? Welchen Ruf hat er im Unternehmen?

Geben und Nehmen

Wenn Sie nun Termine vereinbaren und Gespräche führen, gilt das eherne Gesetz des Networkings: Eine Beziehung besteht aus Geben und Nehmen, sie muss für beide Seiten einen Nutzen haben. Überlegen Sie deshalb immer, was Sie Ihrem Gegenüber geben können, damit er im Gegenzug eventuell gibt, was Ihnen wichtig ist.

Überlegen Sie sich im Vorfeld auch genau, welches Bild Sie von sich vermitteln möchten. Was soll man von Ihnen wissen? Wie soll Ihr Image sein? Entwickeln Sie ein authentisches Markenprofil von sich selbst, dessen Kern Sie idealerweise in einem Satz formulieren – etwa in der Art: “Ich bin Expertin für Projektmanagement in internationalen Projekten.”

Während im mittleren Management der Aufbau eines strategischen Netzwerks im Mittelpunkt steht, kommt im Topmanagement die „Community“, eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, hinzu. Mehr darüber erfahren Sie im nächsten Blog.

Ihre Gudrun Happich

 

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