So gelingt der Einstieg ins Top-Management – Teil 2

So gelingt der Einstieg ins Top-Management – Teil 2
Dieser Eintrag ist Teil 2 von 4 aus der Blogreihe So gelingt der Einstieg ins Top-Management

Wer den Karrieresprung ins Top-Management schafft, sollte sich gründlich auf seine neue Rolle vorbereiten. Denn an der Unternehmensspitze zählen ganz andere Dinge, als auf den anderen Führungsebenen. Im ersten Teil dieser Blog-Reihe ging es um die grundlegenden Unterschiede zwischen mittlerem und Top-Management.

Was bedeutet das nun für die Führungskraft? Welche besonderen Qualitäten muss sie entwickeln?

Die Leistung, auf die es ganz oben ankommt, besteht nicht mehr in der Führung eines Mitarbeiterteams – jetzt kommt es darauf an, das Unternehmen als Ganzes erfolgreich zu führen. Entscheidend sind strategisches Geschick, Einfluss und diplomatische Souveränität.

Einflussnahme und Durchsetzungskraft

Der Top-Manager benötigt Durchsetzungskraft nach innen – vor allem aber auch Einflussnahme nach außen. Das Unternehmen möchte seine Stellung halten oder ausbauen. Wichtige Themen sind deshalb Einflussnahme auf Konkurrenten, geschicktes Verhandeln etwa mit Geldgebern des Unternehmens, Lobbyarbeit bei Politik und Gesetzgeber.

Doppelbödige Kommunikation

Auch im Top-Management bleiben die persönlichen Ziele der Führungskräfte eine entscheidende Triebfeder. Während im mittleren Management persönliche und sachliche Ebene jedoch weitgehend überein stimmen – wer die mit dem Vorgesetzten vereinbarten Ziele erreicht, fördert damit auch seine eigene Karriere –, sind im Top-Management beide Motive auf intransparente Weise miteinander verbunden. Es herrscht eine doppelbödige Kommunikation, die Folge ist häufig Misstrauen.

Ringen auf einer unsichtbaren Bühne

Neben der sichtbaren Welt der Fakten, Entscheidungen und Ereignisse gibt es eine Art unsichtbare Bühne, auf der die Führungskräfte der obersten Etage um Einfluss und Karriere ringen. Zuspruch und Anerkennung suchen sie bei den mit ihnen verbundenen, erfolgreichen Top-Managern. Dazu gehören Vorstände und Aufsichtsräte des eigenen Unternehmens, aber auch Partner und Freunde aus anderen Kontexten.

Die politischen Ränke durchschauen

Ein angehender Top-Manager muss ein Gefühl für diese eigene Welt entwickeln können und sich das Know-how aneignen, mit dem er die politischen Ränke zu durchschauen und für sich zu nutzen weiß.

Die hier beschriebenen Mechanismen sind umso stärker ausgeprägt, je hierarchischer und traditioneller das Unternehmen strukturiert ist. Wo bereits moderne Führungsstrukturen Einzug gehalten haben, wird das politische Kalkül mehr und mehr durch Transparenz und Offenheit ersetzt. Noch sind die traditionellen Top-Etagen aber in der Mehrheit.

Im nächsten Beitrag dieser Reihe am 9. Juli erfahren Sie, welches die 7 häufigsten Fehler von Newcomern im Top-Management sind.

Ihre Gudrun Happich

So gelingt der Einstieg ins Top-Management (nicht), Teil 3
Die 7 häufigsten Fehler

So gelingt der Einstieg ins Top-Management, Teil 4
Das Wichtigste im Video

 

 

 

 

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