Der Leistungsträger - Blog

Dass Stress krank machen kann, wissen wir ja schon lange. In einigen Studien wurde jetzt erneut gezeigt, wie stark sich Stress auf das Hirn auswirken kann. Das Cortisol, das der Körper in einer Stresssituation ausschüttet, greift die Gehirnzellen an. Chronischer Stress kann so zur Minderung von Leistung, Produktivität und Kreativität führen, in einer Depression münden und das Risiko für Demenzerkrankungen erhöhen. In diesem Artikel mehr dazu: Gehirn vergisst Stress nicht. Böser Stress also?

Stressresilienz ist individuell

Nein, denn nicht das, was außen passiert, sondern wie wir innerlich damit umgehen, macht uns unter Umständen krank. Diese Stressresilienz ist ganz individuell, abhängig von der Konstitution, der Biographie, der Einstellung und ähnlichem. So gibt es zum Beispiel Menschen, die lieben Stress, für die sind neue Herausforderungen im Minutentakt quasi DAS Lebens- und Leistungselixier. Der Typus wird in diesem Spiegel-Artikel beschrieben: Die Besessenen – glücklich im Stress. Der Begriff Work-Life-Balance macht hier gar keinen Sinn, weil diese Menschen einen Großteil ihrer Energie und Lebensfreude aus der Arbeit ziehen.

Das Gefühl der Ohnmacht

Ist jetzt das eine besser als das andere? Ist jemand der ein bestimmtes Stresslevel geradezu braucht, grundsätzlich leistungsfähiger als jemand, der mit Druck und Stress nur schwer umgehen kann? Ich denke nicht. Entscheidend ist es, den eigenen Leistungstyp zu kennen, zu wissen, in welcher Arbeitsumgebung man besonders produktiv ist, welche Art von Stress ok ist und welche Art einen eventuell lähmt.  Auf dieser Grundlage lassen sich individuelle Strategien gegen schlechten Stress und Burnouts entwickeln. Und wenn man solchermaßen aktiv wird, packt man ihn ohnehin schon an einer seiner wichtigsten Wurzeln: dem Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit.

Wie sehen Ihre Strategien gegen den Stress aus?

Ihre Gudrun Happich

Executive-Coach Gudrun Happich schreibt auch bei