Umfrageergebnisse: HR-Herausforderungen 2012

Umfrageergebnisse: HR-Herausforderungen 2012

Vielen Dank an alle, die an meiner Umfrage zu den größten HR-Herausforderungen 2012 teilgenommen haben. Hier die Ergebnisse: Mitarbeiterbindung wird von der Mehrheit der Befragten (76 %) als das aktuell brisanteste Thema im Personalmanagement gesehen. Auf Platz 3 (60 %) landete angesichts des Fachkräftemangels ebenfalls wenig überraschend die Gewinnung neuer Leistungsträger.

Verwundert hat mich allerdings, dass 64 Prozent der HR-Verantwortlichen den Einsatz und die Förderung von Leistungsträgern gemäß ihren Talenten als DIE HR-Herausforderung 2012 ansehen. Dieses Thema, das im Gegensatz zu den beiden erstgenannten  in den Medien kaum präsent ist, landete also auf Platz 2 des Rankings der HR-Herausforderungen 2012. Gut so. Aus der Erfahrung vieler Führungskräftecoachings halte ich es tatsächlich für einen entscheidenden Aspekt der Mitarbeiterbindung. Nur ein Leistungsträger auf seiner Idealposition kann sein ganzes Potential abrufen, ist hochmotiviert und hat keine Wechselambitionen.

Mit 52 % auf Platz 4 rangiert die Verbesserung der Führungskompetenz von mittlerem Management und zweiter Führungsebene. Diese Ebenen werden in der Führungskräfteentwicklung oft zu wenig berücksichtigt. Dabei ist gerade der Wechsel ins Top-Management ohne eine gezielte Vorbereitung kaum zu bewältigen.

Auf Rang 5 landete die „Etablierung eines modernen Führungsstils /Social Leadership“ (40 %). Platz 6 teilen sich die Themen „Veränderungsprozesse stabil gestalten“ und „Umgang mit Stress verbessern, Leistung mit mehr Leichtigkeit“. Trotz der großen Medienpräsenz des Themas „Burnout“, scheint es für die HR-Verantwortlichen von geringerer Brisanz zu sein. Mit einigem Abstand folgen „Vorbereitung auf eine neue Führungsrolle“ (24 %), das „Top-Management stärken“ (20 %) und „Unterstützung in Krisensituationen“ (16 %).

Wie nun wollen die HR-Verantwortlichen ihre Schwerpunkte 2012 angehen? Auf Platz 1 landete hier mit 60,9 % die  Entwicklung einer modernen Unternehmenskultur. Dicht gefolgt vom Einzelcoaching (56,5 %), zudem wurden Gruppencoachings (34,8 %) sowie Standard-Förderprogramme und Sparrings-Partner in der Karriereplanung für Top-Führungskräfte (jeweils 30,4 %) genannt.

Die gute Platzierung von Einzelcoachings deckt sich mit meiner Erfahrung als Business Executive Coach, dass der Wunsch nach Wertschätzung, Entwicklung, Perspektive, Individualität immer größer wird. 80 % der HR-Verantwortlichen sind der  Meinung, dass 2013 die Schwerpunkte im Wesentlichen gleich bleiben. Immerhin 20 % glauben aber, dass im kommenden Jahr eine Verschiebung in Richtung „demografischer Wandel“, „Unternehmenskultur“ und „female shift“ stattfindet.

Ihre Gudrun Happich

 

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