Man sieht sich immer zweimal!

Man sieht sich immer zweimal!

Wie versprochen kommt heute mein zweites Best-Practice-Beispiel zur Blogparade Nachhaltige Führung. Ich habe mich in Absprache mit den beteiligten Führungskräften und dem Klienten entschlossen, den „Fall“ erst mal ohne Namensnennung zu veröffentlichen. Aktuell muss erst noch der unternehmensinterne Genehmigungsprozess durchlaufen werden. Im E-Book werde ich dann die Namen ergänzen können – ich finde, so viel praktizierte Nachhaltigkeit in der Führung hat auch positive PR verdient. Ehrlich gesagt hat das Verhalten der Führungskräfte mich im positiven Sinne sprachlos gemacht.

Was war passiert? Zwei Manager eines international ausgerichteten Markenartikelherstellers, Weltmarktführer bei einigen Produkten, beauftragten mich mit der Begleitung von  Herrn Z.  Er sollte sich unter anderem im Bereich authentic leadership deutlich entwickeln. Nach drei Coaching-Terminen wuchs aber bei ihm  aus einer Reihe von Gründen die Unzufriedenheit mit seinem Arbeitsplatz, zeitgleich erhielt er vom größten Wettbewerber ein sehr attraktives Angebot. Innerhalb einer Woche entschied er sich, zu wechseln. Es kam nun zum sehr offenen Feedbackgespräch zwischen Klient, Auftraggeber und Coach.

Und dann passierte folgendes: Die Führungskräfte entschieden, dass der Coaching-Prozess für die Monate, die der Mitarbeiter noch im Unternehmen verbleiben würde, fortgesetzt wird. Es wurde also in einen Mitarbeiter investiert, der eigentlich bereits weg war! Die Begründung: es handle sich schließlich um einen wichtigen Punkt in der individuellen Entwicklung des Leistungsträgers  und es sei gut, wenn er daran arbeite – egal bei welchem Auftraggeber.  Dann fiel der  Satz: „„Man sieht sich immer zweimal im Leben“. Und das drückt die Haltung, auf der  Nachhaltigkeit in der Führung basiert, vielleicht besser aus als alles andere.

Welche Best-Practice-Beispiele für nachhaltige Führung haben Sie erlebt? Ich freue mich auf Ihren Beitrag zur Blogparade und zum E-Book- entweder hier im Blog als Kommentar oder Gastbeitrag oder als Artikel in Ihrem eigenen Blog. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ihre Gudrun Happich

Foto: © istockphoto.com / Squaredpixels

2 Kommentare

  1. Gut zu hören, dass es das gibt. Einer meiner großen Kunden handhabt das für potentielle „Fahnenflüchtige“ ganz generell in dieser Art und ich bekomme als Coach auch die Vorgabe, Themenwünsche der Coachees völlig offen zu behandeln. Damit sichert sich der Auftraggeber auch im Falle eines Abganges die gute Nachrede und das macht sich langfristig für ihn sicher bezahlt.

    • Gudrun Happich

      Lieber Herr Faltin,

      das ist ein sehr interessanter und konstruktiver Hinweis. Vielleicht können wir dafür sorgen, das dies noch bekannter wird bei den Untenehemen?

      Herzlichen Gruß
      Gudrun Happich

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