Wer rechnen kann, investiert: in seine Mitarbeiter

Wer rechnen kann, investiert: in seine Mitarbeiter

Am Sonntag las ich einen sehr interessanten Artikel in der Wirtschaftswoche. Dort wird der vielleicht beste Arbeitgeber der Welt beschrieben, der Softwarekonzern SAS Institute in den USA.

Was das Unternehmen auszeichnet: Es ist nach wir vor in privater Hand und nicht börsennotiert. Und es bietet seinen Mitarbeitern vielleicht nicht die höchsten Gehälter, aber dafür jede Menge Zusatzleistungen: Vom subventionierten Essen über den Fitnessclub, Massagen und Frisör bis hin zur Kinderbetreuung und sogar einer eigenen Klinik auf dem Firmengelände – der Firmenchef Jim Goodnight sorgt gut für seine Leute.

Was er ganz normal findet. Und zwar nicht, weil er so ein „Gutmensch“ wäre, sondern gerade weil er ein ausgesprochen kühler Rechner ist. All diese sozialen Komponenten rechnen sich nämlich mittel- und langfristig: Die Fluktuation ist extrem niedrig, und allein dadurch spart der Konzern unglaublich viel Geld. Natürlich hält sich auch der Krankenstand in Grenzen, und es gibt jede Menge weiterer positiver Effekte.

Da darf man dann schon mal die Frage stellen, warum dieses Beispiel nicht Schule macht? Gerade bei den Unternehmen in Deutschland, die doch immer so auf Rendite pochen … Sicher kann nicht jedes Unternehmen dieses Modell 1:1 übernehmen, aber grundsätzlich scheint doch wirklich alles – und vor allem auch die Zahlen – dafür zu sprechen, mehr Geld in freiwillige Sozialleistungen zu stecken. Können wir es uns auf Dauer erlauben, dass die besten Leute woanders hin wandern?

Wie sehen Sie das? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung!

Ihre

Gudrun Happich

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