Akzeptieren Sie den gegebenen Zustand – und machen Sie das Beste draus!

Akzeptieren Sie den gegebenen Zustand – und machen Sie das Beste draus!

Entlastung wünschen sich viele meiner Klienten sehr heftig und dringend. Kein Wunder, sie haben wirklich viel um die Ohren, und auf dem Schreibtisch stapeln sich jeden Tag die Aufgaben.

Ein Teil des Stresses ist aber häufig selbst gemacht, nur bekommt man das gar nicht mehr mit, wenn man mitten drin steckt. Vielleicht können Sie mit den folgenden Impulsen ja etwas anfangen:

Akzeptieren Sie einfach, dass der normale Wahnsinn tatsächlich ein Wahnsinn ist. Es ist völlig sinnlos und kostet nur Kraft, dagegen zu arbeiten. Wenn unsere Gedanken ständig darum kreisen, dass das doch alles nicht mehr zu schaffen ist, dass 50 und mehr Arbeitsstunden pro Woche der Normalfall sind usw. usf. – dann sind wir in einer gedanklichen Schleife gefangen, die aber nicht produktiv ist, sondern zusätzliche Energie schluckt. Oft liegt das gar nicht an Ihnen, sondern ist ein strukturelles Problem, das Sie allein nicht lösen können. Sie können aber Ihre Haltung dazu verändern, indem Sie es als Tatsache akzeptieren und dann versuchen, an ein paar Punkten Ihr Verhalten der Realität besser anzupassen. So können Sie durchaus für subjektive Entlastung sorgen.

Sie müssen nämlich nicht an alles denken und sich an alles erinnern. Sie dürfen sich durchaus Entlastungsoasen schaffen. Nutzen Sie zum Beispiel Ihre Assistentin als „Puffer“ und lassen Sie durch sie pro Woche eine Stunde im Kalender blocken. In dieser Zeit können Sie sich dann mit Ihren Leitfragen beschäftigen. Jede kleine Aufgabe, für die Sie nicht die Verantwortung übernehmen müssen, schenkt Ihnen ein kleines Stückchen Entlastung.

Nehmen Sie sich vor wichtigen Meetings Zeit für eine gute Vorbereitung. Dadurch erzielen Sie wesentlich bessere Ergebnisse, als wenn Sie versuchen, diese Aufgabe auch noch „nebenbei“ zu bewältigen. Sie können strukturierter diskutieren, die richtigen Fragen stellen und allen Beteiligten das Gefühl vermitteln, in diesem Meeting nicht nur kostbare Zeit totgeschlagen zu haben. Das dient nicht zuletzt Ihrer Reputation, weil wir alle es schätzen, wenn jemand sich diese Mühe macht. Und wahrscheinlich sparen Sie die Zeit der Vorbereitung bei der Dauer des Meetings wieder ein.

Lernen Sie zu delegieren – auch wenn das am Anfang manchmal aufwändig ist und einen zusätzlichen Zeit-Invest bedeutet. Mitarbeiter sind ein kostbares Gut und keine Maschinen. Und selbst eine Maschine läuft nicht von allein und bekommt zwischendurch immer mal wieder einen Wartungstermin. Wenn Sie konsequent delegieren, zahlt sich das mittelfristig aus, und Sie können auch hier aktiv für Ihre Entlastung sorgen.

Sehen Sie die Situation auch so – oder vielleicht ganz anders? Ich freue mich auch über kritische Kommentare von Ihrer Seite.

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